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WILD Special

Gerti: Sie hört den Song. Und sieht den Menschen.

Wie eine musikbegeisterte Mutter von vier Kindern unerwartet zur Music Curatorin wurde, warum sie jeden Song vollständig hört und weshalb ihre Unterstützung weder käuflich noch selbstverständlich ist.

Text: WILD Redaktion ·

Gerti: Sie hört den Song. Und sieht den Menschen.

Angefangen hat alles mit Songs, die sie auf TikTok teilen wollte. Heute unterstützt Gerti im Rahmen von AI × HUMAN UNITED Künstler, entdeckt ungewöhnliche Musik und setzt mit ihrem „Kuratoren-Tipp der Woche“ persönliche Ausrufezeichen. Ein ausführliches Porträt über ehrliche Empfehlungen, musikalische Offenheit, klare Grenzen und eine Frau, die sich ihre Begeisterung nicht vorschreiben lässt.

🟨 EIN SONG, EIN TATTOO UND EINE PERSÖNLICHE VERBINDUNG

Manchmal trifft ein Song auf etwas, das längst zum eigenen Leben gehört. Bei Gerti war es „Wenn meine Seele ein Tattoo wäre“ von TWL. Sie trägt selbst ihr ganz persönliches Seelentattoo auf dem Arm und fand in diesem Lied etwas von ihrer eigenen Geschichte wieder. Was dieses Tattoo im Einzelnen bedeutet, bleibt in ihren Antworten privat. Wie tief der Song sie berührt hat, beschreibt sie dagegen sehr deutlich.

An diesem Erlebnis lässt sich verstehen, was Gerti heute antreibt. Musik zu entdecken bedeutet für sie auch, etwas zu finden, das einen Menschen ganz persönlich erreichen kann. Einen solchen Song anschließend weiterzugeben, ist für sie genauso wertvoll geworden wie das Musikhören selbst. Vielleicht findet sich schließlich auch jemand anderes darin wieder.

Heute stellt Gerti Musik vor, empfiehlt Songs und unterstützt Künstler im Rahmen von AI × HUMAN UNITED. Ihr persönliches Motto bringt zusammen, was sich durch ihre Antworten zieht: „Jeden Song hören. Jeden Menschen sehen.“ Dahinter stehen Neugier, Zeit und die Bereitschaft, sich auf Menschen einzulassen. Gleichzeitig weiß sie ziemlich genau, wo ihre Grenzen liegen.

🟨 GERTI, 50, DIREKT UND MITTEN IM LEBEN

Gerti ist 50 Jahre alt, Mutter von vier Kindern und ein Familienmensch. Sie beschreibt sich als direkt, ehrlich, humorvoll und manchmal ein bisschen verrückt. Sie lacht gerne, viel und ausdrücklich auch über sich selbst. Sich ständig besonders ernst nehmen zu müssen, gehört offenbar nicht zu ihrem Selbstverständnis.

Bei Ehrlichkeit, Respekt und Loyalität wird sie dagegen sehr deutlich. Diese Werte sind für sie die Grundlage dafür, wie Menschen miteinander umgehen sollten. Sie lässt nicht jeden sofort nah an sich heran, doch wer einen Platz in ihrem Herzen gefunden hat, kann sich auf sie verlassen. Unehrlichkeit, Respektlosigkeit und Ungerechtigkeit machen sie wütend.

Mit den Jahren ist ihr wichtiger geworden, das Leben zu genießen und Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ihr etwas bedeuten. Nichts davon betrachtet sie als selbstverständlich. Stolz ist sie darauf, sich trotz dessen, was ihr das Leben bereits vor die Füße geworfen hat, nicht unterkriegen gelassen zu haben. Sie nennt keine Einzelheiten, sagt aber klar: Sie ist immer wieder aufgestanden und ihren Weg weitergegangen.

🟨 WIE AUS BEGEISTERUNG EINE AUFGABE WURDE

Der Weg zur Music Curatorin begann auf TikTok, ohne großen Karriereplan. Gerti postete und teilte Songs, die ihr persönlich gefielen, vor allem Musik von TWL. Sie wollte unterstützen und anderen zeigen, was sie selbst gerne hörte. Mehr stand zunächst gar nicht dahinter.

Dann sprach TWL sie auf seine Idee für AI × HUMAN UNITED an. Das Projekt hatte er entwickelt und schließlich umgesetzt, und er fragte Gerti, ob sie sich vorstellen könnte, als Music Curator dabei zu sein. Damit hatte sie überhaupt nicht gerechnet. Die Idee gefiel ihr jedoch sofort, und sie sagte zu.

Auf die Frage, ob sie ein Jahr zuvor mit dieser Entwicklung gerechnet hätte, fällt ihre Antwort eindeutig aus: „Nein, niemals.“ Gerade das Unerwartete macht den Weg für sie spannend. Aus einer persönlichen Begeisterung entstand eine Aufgabe, in der sie heute etwas bewegen möchte. AI × HUMAN UNITED gibt ihr dafür eine Plattform und hat ihr zugleich viele neue Begegnungen ermöglicht.

🟨 MUSIK WAR LÄNGST DA, BEVOR DER TITEL KAM

Musik begleitet Gerti seit ihrer Jugend. Sie hat sich dabei nie auf eine bestimmte Richtung festgelegt, sondern immer querbeet gehört. Ein Song muss ihr gefallen, sie mitnehmen oder etwas in ihr auslösen. Welches Genre auf dem Etikett steht, ist zweitrangig.

Im Alltag läuft Musik manchmal fast den ganzen Tag, manchmal vielleicht nur eine Stunde. Sie entscheidet nach Lust, Stimmung und dem, was gerade passt. Seit ihrer Tätigkeit als Kuratorin ist eine zusätzliche Musikwelt dazugekommen. Zahlreiche Künstler und Songs, die sie vorher nicht kannte, gehören inzwischen ganz selbstverständlich zu ihren eigenen Playlists.

Ihre Rolle beschreibt sie als Mischung aus Entdecken, Kuratieren und Unterstützen. Ob jemand bereits bekannt ist oder gerade erst anfängt, macht für ihre grundsätzliche Offenheit keinen Unterschied. Sie teilt, kommentiert und bringt Musik anderen Menschen näher. Wenn dadurch jemand einen Song findet, dem er sonst nie begegnet wäre, hat ihre Arbeit für sie bereits etwas bewirkt.

🟨 JEDER SONG BEKOMMT SEINE GANZE SPIELZEIT

Gerti hört nach eigener Aussage jeden Song vollständig, vom Anfang bis zum Ende. Das ist eine bewusste Entscheidung, denn manche Stücke entwickeln ihre Wirkung erst unterwegs. Ein Einstieg kann neugierig machen, aber ebenso wenig verrät ein zunächst unscheinbarer Beginn schon alles über den Rest. Sie möchte sich deshalb kein abschließendes Urteil bilden, bevor sie den ganzen Song kennt.

Manchmal reicht ein vollständiger Durchlauf, manchmal hört sie zwei- oder dreimal hin. Es gibt Stücke, die beim ersten Mal lediglich ganz okay wirken und sie später plötzlich packen. Andere haben sie zunächst überhaupt nicht überzeugt, bevor sich ihr Eindruck vollständig verändert hat. Diese Erfahrungen sind für sie ein guter Grund, nicht vorschnell zu entscheiden.

Dabei sind ihr die ersten Sekunden durchaus wichtig. Zuerst achtet sie auf die Melodie, den Beginn, den Bass oder einen Klang, der sie unmittelbar anspricht. Ein starker Auftakt kann sie sofort hineinziehen. Er entscheidet bei ihr aber nicht darüber, ob der Rest überhaupt noch eine Chance bekommt.

🟨 WAS EIN SONG BEI IHR AUSLÖSEN MUSS

Eine feste Checkliste arbeitet Gerti nicht ab. Sie hört darauf, ob Stimme, Melodie, Text und Sound zusammenpassen und der Song als Ganzes funktioniert. Besonders eine Stimme kann einen unmittelbaren Eindruck hinterlassen. Dieses spontane Staunen über einen Gesang gehört zu den Momenten, in denen Musik sie regelrecht umhaut.

Perfektion ist dafür keine Voraussetzung. Ein Song darf Unebenheiten haben, solange das Gesamtgefühl stimmt und Persönlichkeit spürbar wird. Wenn ein Künstler Herzblut und etwas Eigenes einbringt, kann das für sie mehr Gewicht haben als eine makellose Produktion. Ein technisch perfekter Song ohne Persönlichkeit wäre für sie die schlechtere Wahl.

Auch ungewöhnliche oder sperrige Tracks können ihre Aufmerksamkeit besonders stark wecken. Wenn etwas anders klingt als vieles, das sie bereits kennt, hört sie genauer hin. Unverwechselbarkeit beginnt für sie dort, wo schon die ersten Töne einen Wiedererkennungsmoment auslösen. Qualität zeigt sich außerdem daran, dass sie einen Song erneut hören möchte und er ihr im Kopf bleibt.

Nicht jede Entscheidung kann sie an einem einzelnen Merkmal festmachen. Manchmal funktioniert das Zusammenspiel für sie einfach nicht, ohne dass eine bestimmte Stelle allein dafür verantwortlich wäre. Umgekehrt ist Gänsehaut ein ziemlich deutliches positives Signal. Am Ende möchte sie ehrlich sagen können: Diesen Song will ich weiterempfehlen.

🟨 PERSÖNLICHER GESCHMACK MIT PLATZ FÜR ANDERE

Gerti weiß, dass ihre Empfehlungen von ihrem eigenen Geschmack geprägt sind. Sie möchte niemandem vorschreiben, welche Musik er gut finden soll. Was ein Song bei einem anderen Menschen auslöst, bleibt dessen persönliche Erfahrung. Ihre Verantwortung sieht sie darin, selbst hinter dem zu stehen, was sie empfiehlt.

Gleichzeitig unterscheidet sie zwischen persönlicher Vorliebe und musikalischer Qualität. Ein Stück kann gut sein, obwohl es nicht zu dem gehört, was sie normalerweise hört. Sie kann etwa eine gute Soundqualität, eine sauber klingende Stimme und eine gelungene Produktion anerkennen. Ob sie ein Lied persönlich liebt, ist damit noch nicht entschieden.

Auch außerhalb ihrer bevorzugten Musik kann sie deshalb etwas finden, das sie guten Gewissens weitergeben möchte. Entscheidend ist, ob der Song für sie als Ganzes funktioniert. Einen für alle verbindlichen Musikgeschmack hält sie dagegen nicht für sinnvoll. Was den einen begeistert, muss den anderen nicht erreichen.

🟨 DER KURATOREN-TIPP DER WOCHE WAR IHRE IDEE

Die Idee für den „Kuratoren-Tipp der Woche“ kam von Gerti selbst. Während eines Gesprächs mit TWL über das Projekt schlug sie das Format spontan vor. Er fand den Gedanken gut, und daraus entstand die regelmäßige Empfehlung. Einmal pro Woche hebt sie seitdem einen Song besonders hervor.

Eine feste Anzahl an Kandidaten gibt es dafür nicht. Gerti hört im Verlauf einer Woche viele unterschiedliche Songs, und manchmal kommen mehrere ernsthaft infrage. Dann hört sie genauer hin, lässt die Stücke auf sich wirken und entscheidet schließlich aus dem Bauch heraus. Neben ihrer eigenen Begeisterung überlegt sie auch, welcher Song andere Hörer ansprechen könnte.

Eine kuratierte Playlist ist für sie entsprechend mehr als eine Ansammlung guter Titel. Sie trifft eine bewusste Auswahl und fragt sich, welche Musik wirklich hineingehört. Ihr persönliches Qualitätssiegel soll dabei zweierlei leisten: einem Künstler Anerkennung geben und Hörern eine glaubwürdige Empfehlung anbieten. Es steht für ihre Überzeugung, dass dieser Song gehört werden sollte.

🟨 WENN EINE BOTSCHAFT BESONDERS WICHTIG WIRD

Die Geschichte hinter einem Song kann Gertis Wahrnehmung verändern. Zu wissen, weshalb ein Stück entstanden ist und was ein Künstler damit verbindet, lässt sie manchmal noch einmal anders zuhören. Eine interessante Entstehungsgeschichte allein reicht ihr allerdings nicht. Die Musik muss sie weiterhin selbst überzeugen.

Besonders wichtig sind ihr gesellschaftliche Themen wie Mobbing, Hass und Ausgrenzung. Songs können Menschen darauf aufmerksam machen, Gespräche anstoßen und möglicherweise zum Umdenken beitragen. Solche Botschaften sollten aus ihrer Sicht möglichst viele Menschen erreichen. Hier bekommt die inhaltliche Aussage bei ihrer Bewertung besonderes Gewicht.

Eine starke Botschaft kann für sie deshalb auch musikalische Schwächen ausgleichen. Bei einem solchen Song steht nicht zwingend an erster Stelle, ob jedes Detail des Sounds vollständig ausgereift ist. Wichtiger kann sein, dass die Aussage ankommt. Ihre Auswahl bleibt damit offen für Musik, deren besondere Stärke im Anliegen liegt.

🟨 AI × HUMAN UNITED UND DIE OFFENHEIT FÜREINANDER

AI × HUMAN UNITED bedeutet Gerti viel, weil sie dort Künstler vorstellen und ihre Musik sichtbarer machen kann. Der verbindende Gedanke des Projekts passt zu ihrer eigenen Haltung. Ob ein Song mit KI, ohne KI oder in einer hybriden Arbeitsweise entsteht, entscheidet für sie nicht über seinen Wert. Sie interessiert sich für die Musik und die Menschen, die ihre Ideen einbringen.

Dass diese Offenheit auch praktisch funktionieren kann, hat sie selbst erlebt. Sie schrieb einen Künstler an, der keine KI-Musik macht, und stellte ihm das Projekt vor. Er sah sich die Idee und die Playlist an und fand gerade das gemeinsame Nebeneinander von Human, AI und Hybrid überzeugend. Anschließend stellte er ebenfalls einen Song zur Verfügung.

Gerti sucht bei ihrer Auswahl nicht bewusst nach zwei Lagern, die sie ausgleichen müsste. Eine solche Trennung bestimmt ihren Blick auf Musik nicht. Zugleich wünscht sie sich gegenseitigen Respekt und Akzeptanz, auch wenn Menschen unterschiedliche Meinungen haben. Niemand müsse alles gut finden, um anderen respektvoll zu begegnen.

Verbindung entsteht für sie ganz konkret durch neue Kontakte. Songs bringen Menschen ins Gespräch, die sich sonst möglicherweise nie kennengelernt hätten. Sie selbst hat auf diesem Weg bereits viele Menschen getroffen, die ihr wichtig geworden sind. Deshalb sieht sie in AI × HUMAN UNITED auch eine gute Möglichkeit für die Zukunft, Künstlern Gehör und Sichtbarkeit zu verschaffen.

🟨 KI BEKOMMT BEI IHR DENSELBEN MASSSTAB

Gerti behauptet nicht, jede KI-Beteiligung heraushören zu können. Bei manchen Songs würde sie es ohne Kennzeichnung vermutlich gar nicht bemerken. Vielleicht fehle ihr dafür das geschulte Ohr, sagt sie offen. Für ihre Bewertung ist diese Erkennung allerdings auch nicht entscheidend.

Ein KI-unterstützter Song muss für sie dieselben Dinge leisten wie jeder andere. Stimme, Melodie, Text und Sound sollen zusammenpassen und sie erreichen. Zu viele Unebenheiten, eine unstimmige Melodieführung oder ein kaum verständlicher Text können diesen Eindruck stören. Solche Probleme schreibt sie jedoch nicht automatisch der KI zu.

Zugleich haben sie bereits viele KI-Produktionen musikalisch überrascht. Manche fand sie so gut, dass sie zunächst sprachlos war. Wenn Künstler ein generiertes Ergebnis anschließend überarbeiten und unpassende Stellen verbessern, schätzt sie diesen Einsatz ausdrücklich. Der zusätzliche Feinschliff zeigt für sie, dass jemand sich mit dem Ergebnis beschäftigt.

🟨 DER EIGENE ANTEIL BLEIBT ENTSCHEIDEND

KI versteht Gerti als Werkzeug, das Menschen bei ihrer Musik unterstützen kann. Eigene Ideen, persönlicher Stil und eine erkennbare Beteiligung sollen dabei erhalten bleiben. Würde jemand alles der KI überlassen und selbst überhaupt nichts mehr beitragen, wäre für sie eine Grenze erreicht. Offenheit für die Technik bedeutet bei ihr also keineswegs, dass der menschliche Anteil unwichtig wird.

Einen eigenen Stil hält sie auch bei KI-unterstützten Künstlern für möglich und hörbar. Sie kennt inzwischen einige, deren Musik sie bereits nach wenigen Tönen zuordnen kann. Umgekehrt nimmt sie wahr, wenn jemand einen Song nach dem anderen veröffentlicht, ohne bislang eine eigene musikalische Handschrift gefunden zu haben. Entscheidend bleibt für sie die Entwicklung einer Persönlichkeit, die sich in der Musik zeigt.

Dazu gehört für Gerti auch der visuelle Auftritt. Wenn Cover oder Videos einen eigenen Stil besitzen und sofort erkennen lassen, von wem sie stammen, findet sie das überzeugend. Authentizität bedeutet für sie, sich treu zu bleiben und sich nicht für jeden Trend zu verstellen. Ihr Rat an Künstler lautet deshalb, den eigenen Stil zu finden und den eigenen Weg weiterzugehen.

🟨 TRANSPARENZ SOLL INFORMIEREN

Wenn KI eingesetzt wurde, sollte das nach Gertis Meinung offengelegt werden. Eine einfache Formulierung wie „KI wurde eingesetzt“ oder „mit KI produziert“ reicht ihr dafür aus. Auch mit einem Hinweis wie „Made with AI“ hätte sie grundsätzlich kein Problem. Für sie geht es um verständliche und ehrliche Information.

Eine solche Kennzeichnung würde ihre musikalische Bewertung nicht verändern. Ob ein Song gut ist, entscheidet sie beim Hören. Gleichzeitig sieht sie die Gefahr, dass andere Menschen bereits vor dem ersten Ton ein Urteil fällen. Wenn ein Hinweis dazu führt, dass Musik gar keine Chance mehr bekommt, verfehlt er für sie seinen eigentlichen Zweck.

Ihre Vorstellung einer fairen Kennzeichnung ist deshalb einfach und neutral. Künstler sollen transparent sein können, ohne dadurch pauschal abgewertet zu werden. Wer zuhört, darf anschließend selbstverständlich zu einem eigenen Urteil kommen. Gerti wünscht sich lediglich, dass dieses Urteil tatsächlich auf dem Hören beruht.

🟨 VIEL MUSIK, VIEL NEUGIER UND DAS RECHT AUF PAUSEN

Die große Menge verfügbarer Musik macht es nach Gertis Erfahrung schwieriger, Besonderes zu entdecken. Gleichzeitig hört sie heute deutlich mehr unterschiedliche Songs als noch vor einigen Jahren. Ihre Tätigkeit bringt sie mit Musik zusammen, die früher wahrscheinlich an ihr vorbeigegangen wäre. Mehr Veröffentlichungen bedeuten für sie deshalb nicht automatisch weniger Qualität.

Sie begegnet weiterhin vielen starken Songs und ungewöhnlichen Ideen. Das gilt ebenso für die dazugehörigen Videos, deren Einfälle sie immer wieder überraschen. Eine bestimmte Produktionsmasche erkennt sie dabei nach eigener Aussage nicht. Auch einen einzelnen Sound, den sie grundsätzlich nicht mehr hören möchte, nennt sie nicht.

Was sie allerdings nervt, ist die ständige Wiederholung eines viralen Songs in gefühlt jedem zweiten TikTok-Video. Wenn sie genug neue Musik gehört hat, macht sie eine Pause. Dann läuft vielleicht etwas aus ihrer eigenen vertrauten Auswahl, manchmal auch gar nichts. Musik soll ihr Freude machen und nicht zu einer Verpflichtung werden, die jede freie Minute beansprucht.

Ihre Neugier kommt trotzdem immer wieder zurück. Der nächste Song könnte schließlich genau der sein, der sie völlig überrascht. Solche Entdeckungen erinnern sie daran, weshalb sie diese Aufgabe so gerne übernimmt. Dass sie nicht alles sofort hören muss, hilft ihr, sich diese Freude zu bewahren.

🟨 KÜNSTLERN NAH SEIN UND EHRLICH BLEIBEN

Der Austausch mit Künstlern ist Gerti wichtig. Einige kennt sie schon länger über ihr privates Profil, also aus der Zeit vor ihrer Tätigkeit als Music Curatorin. Sie hat ihre Entwicklung verfolgt und erlebt, wie sich deren Musik verändert hat. Aus manchen dieser Kontakte sind persönlichere Verbindungen entstanden.

Wenn ihr etwas nicht gefällt, sagt oder schreibt sie das offen. Dabei möchte sie respektvoll bleiben, denn Ehrlichkeit soll niemanden unnötig verletzen. Eine negative Reaktion auf eine solche Rückmeldung hat sie nach eigener Aussage bislang nicht erlebt. Eine angenehme Zusammenarbeit besteht für sie aus Wertschätzung, Respekt, Ehrlichkeit und einem lockeren, unkomplizierten Austausch.

Ihre Nähe zu Menschen ist auch emotional. Ein Song hat sie bereits so berührt, dass ihr beim Hören die Tränen kamen, auch wenn sie keine bestimmte Einsendung dazu nennen möchte. Zwei- oder dreimal gab es zudem Situationen, in denen die Musik in den Hintergrund rückte und es vor allem um den Menschen ging. Gegen solche Geschichten schützt sie sich nicht bewusst, sondern nimmt sie manchmal ein Stück weit mit.

Sie kennt deshalb auch Musik, die sie nicht einfach bewerten könnte. Wenn ein Song zu eng mit eigenen Gefühlen verbunden ist, wäre eine unbefangene Einschätzung für sie schwierig. Das passt zu ihrem Verständnis von Kuratieren: Sie hört zu und bleibt dabei selbst ein Mensch mit Erfahrungen und Empfindungen. Diese persönliche Beteiligung macht ihre Empfehlungen aus und setzt ihnen zugleich Grenzen.

🟨 UNTERSTÜTZUNG LÄSST SICH NICHT EINFORDERN

Eine konkrete Grenze musste Gerti bereits verteidigen. Ein Künstler erwartete, dass sie einen Song sofort hochlädt und veröffentlicht, und setzte sie dabei unter Druck. Sie machte das nicht. Über ihr Profil und den Zeitpunkt ihrer Veröffentlichungen entscheidet sie selbst.

Der größte Fehler bei einer Kontaktaufnahme ist für sie deshalb, unmittelbar Erwartungen und Zeitdruck aufzubauen. Musik darf man ihr gerne schicken, sie möchte aber Gelegenheit haben, sie in Ruhe anzuhören. „Du musst meinen Song posten“ gehört für sie in keine Nachricht. Fragen ist möglich, einfordern nicht.

Meistens erhält sie Videos oder Spotify-Links. Mit irgendwelchen Ausreden von Künstlern hatte sie nach eigener Aussage bislang nichts zu tun. Schwierig wird der Austausch für sie dort, wo Respekt verloren geht oder ihre Hilfsbereitschaft als selbstverständlich behandelt wird. Ihre Unterstützung braucht die Freiheit, selbst über das Was und Wann zu entscheiden.

🟨 EMPFEHLEN HEISST NICHT, ERFOLG VERSPRECHEN

Gerti ist bewusst, dass eine Empfehlung Aufmerksamkeit schaffen kann. Wer einen Song teilt, gibt anderen Menschen eine Gelegenheit, ihn zu entdecken. Wie viele anschließend wirklich zuhören, liegt jedoch nicht vollständig in der Hand eines Kurators. Sie kann unterstützen, aber keinen bestimmten weiteren Verlauf garantieren.

Playlists hält sie für wichtig, weil sie selbst und viele andere darüber neue Musik finden. Sie versteht, weshalb Künstler Zeit und Energie investieren, um dort vertreten zu sein. Trotzdem sollte die Qualität eines Songs nicht davon abhängig gemacht werden, ob er einen Playlist-Platz erhält. Eine fehlende Aufnahme sagt für sie nicht automatisch etwas Schlechtes über die Musik aus.

Sie sieht außerdem die Gefahr, dass Künstler ihre Musik zunehmend an vermuteten Erwartungen von Playlists oder Algorithmen ausrichten. Ob ein bestimmter Song tatsächlich mit dieser Absicht entstanden ist, kann sie beim Hören allerdings nicht beurteilen. Ihr Rat bleibt, den eigenen Stil beizubehalten und Musik zu machen, hinter der man steht. Eine menschliche Empfehlung kann aus ihrer Sicht gerade deshalb wertvoll sein, weil sie auch etwas aufgreift, das datenbasierte Vorschläge möglicherweise übergehen.

🟨 IHRE EMPFEHLUNG IST NICHT KÄUFLICH

Gerti arbeitet nach eigener Aussage unentgeltlich und ohne Gegenleistung. Dass manche Menschen vermutlich annehmen, sie werde dafür bezahlt, zählt für sie zu den Missverständnissen über ihre Tätigkeit. Ein Angebot, gegen Geld einen Song zu platzieren oder zu veröffentlichen, würde sie ablehnen. Sie möchte empfehlen, weil sie überzeugt ist.

Dabei unterscheidet sie zwischen der Bezahlung von Arbeit und dem Kauf eines positiven Urteils. Dass Kuratoren für ihre Zeit und ihren Aufwand Geld verlangen können, findet sie grundsätzlich nachvollziehbar. Geld für eine wohlwollende Bewertung oder eine erkaufte Empfehlung lehnt sie hingegen ab. Wer nur wegen einer Zahlung etwas schönredet, verliert für sie Glaubwürdigkeit.

Bezahlte Playlist-Platzierungen betrachtet sie entsprechend kritisch. Wo für eine Platzierung Geld geflossen ist, sollte das ihrer Meinung nach offen erkennbar sein. Jungen Künstlern rät sie, genau zu prüfen, was ihnen angeboten und versprochen wird. Geld für Promotion auszugeben bedeutet schließlich nicht automatisch, dass ein Song erfolgreich wird oder viele Menschen erreicht.

🟨 THE UNITED HALL 50 BETRACHTET DAS GESAMTBILD

Bei THE UNITED HALL 50 beschreibt Gerti ein Auswahlmodell, das mehrere Aspekte eines Songs berücksichtigt. Nach ihren Angaben ist für die besprochene Auswahl zunächst wichtig, dass der Titel 2026 veröffentlicht wurde. Anschließend werden unter anderem Streaming, Videos, Social Media, Charts, Nutzung und die Entwicklung eines Songs betrachtet. Auch Reichweite und Momentum fließen ein.

Eine einzelne Zahl soll dabei nicht allein entscheiden. Gerti schätzt daran, dass nicht ausschließlich Likes, Kommentare oder eine große bestehende Community den Ausschlag geben. Auch Songs ohne riesige Aufrufzahlen oder hohe Platzierungen sollen dadurch eine Chance erhalten. Das Genre spielt nach ihrer Beschreibung keine Rolle.

Alle drei Monate wird die HALL 50 neu bewertet. Ein Song scheidet deshalb nicht automatisch aus, sondern kann länger vertreten bleiben, wenn er weiterhin überzeugt und die Kriterien erfüllt. Das unterscheidet sich von Gertis persönlicher Hörauswahl, bei der sie sich von Aufrufzahlen nicht leiten lässt. Für die HALL 50 schildert sie ausdrücklich eine Betrachtung, in der auch Entwicklungs- und Reichweitendaten vorkommen.

Bei der Wirkung bleibt sie konkret: Von einem Künstler selbst hat sie bislang noch keine Rückmeldung erhalten, durch die Playlist neue Hörer gewonnen zu haben. Von Hörern weiß sie dagegen, dass sie dort zuvor unbekannte Künstler entdeckt haben. Genau diese Entdeckungen freuen sie. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Aufmerksamkeit für die Playlist und zusätzliche Sichtbarkeit für Musik, die sonst möglicherweise untergeht.

🟨 TIKTOK MACHT NEUGIERIG, DER GANZE SONG ENTSCHEIDET

TikTok ist für Gertis Arbeit eine wichtige Plattform. Über Videos begegnet sie Songs und Künstlern, nach denen sie selbst vielleicht niemals gesucht hätte. Manchmal genügen wenige Sekunden, um den Wunsch auszulösen, das ganze Stück zu hören. Darin unterscheidet sich die Entdeckung für sie von ihrem Umgang mit Spotify.

Ein Musikbeitrag sollte visuell neugierig machen. Eine starke Szene, eine ungewöhnliche Idee oder ein auffälliger Moment können dafür genügen. Perfekt oder besonders aufwendig muss das Video aus ihrer Sicht nicht sein. Es sollte beim Scrollen Interesse wecken und Lust darauf machen, mehr zu erfahren.

Gleichzeitig findet sie es schade, wenn Musik durch dieses schnelle Weiterwischen zu früh verloren geht. Manche Songs entfalten ihre Wirkung erst später. Ob ein Video einen Aufruf, 50, 5.000 oder Hunderttausende hat, verändert ihre grundsätzliche Aufmerksamkeit nicht. Große Reichweite bedeutet für sie ebenso wenig automatisch Qualität wie geringe Reichweite deren Fehlen.

Trends bestimmen ihre Empfehlungen nicht. Sie schaut auch nicht gezielt danach, was der Algorithmus gerade besonders stark verbreitet. Wenn sie einen Song unterstützen möchte, tut sie das aus eigener Überzeugung. Von Spotify und anderen Plattformen wünscht sie sich allerdings mehr Möglichkeiten für kleinere Künstler, überhaupt entdeckt und empfohlen zu werden.

🟨 EINE COMMUNITY, DIE SICH GEGENSEITIG SICHTBAR MACHT

In dem Ausschnitt der unabhängigen Musikszene, den Gerti selbst erlebt, fällt ihr vor allem gegenseitige Unterstützung auf. Künstler liken, kommentieren und teilen die Musik anderer. Manchmal sieht sie denselben Song in den Storys von 20 oder 30 verschiedenen Künstlern. Diese Form von Zusammenhalt beobachtet sie nach eigener Aussage immer wieder.

Auch gemeinsame Challenges gefallen ihr. Wenn eine Songidee dazu führt, dass andere Künstler mitmachen und zusammen etwas auf die Beine stellen, erlebt sie darin Gemeinschaft. Einen ausgeprägten Konkurrenzkampf nimmt sie in ihrem Umfeld nicht wahr. Ihre Erfahrung ist vielmehr, dass Menschen einander regelmäßig unterstützen.

Gerti macht aus diesen Beobachtungen jedoch kein Urteil über die gesamte Branche. Was im Hintergrund einzelner Künstler geschieht, bekommt sie als Kuratorin nicht vollständig mit. Deshalb möchte sie weder unbelegte Aussagen über Ausnutzung treffen noch behaupten, genau zu wissen, welche Fehler Künstler machen. Wo sie keine eigene Grundlage hat, lässt sie eine Frage offen.

Kritisch sieht sie dagegen die starke Beschäftigung mit Zahlen. Wenn sich gefühlt alles um Aufrufe, Streams und Follower dreht, gerät aus ihrer Sicht das Wesentliche aus dem Blick. Hohe Werte machen allein noch keinen guten Song. Könnte sie etwas verändern, würde sie kleineren und unbekannteren Künstlern mehr Sichtbarkeit geben.

🟨 WAS BEI GERTI PRIVAT LÄUFT

Wenn Gerti einfach Musik genießen möchte, bleibt ihre Auswahl breit. Besonders gerne hört sie die Böhsen Onkelz, Alexander Eder, SDP, TWL, Gottesplan und Teufelswerk sowie Signalghost. Die Böhsen Onkelz begleiten sie bereits seit vielen Jahren. Das Album „Gehasst, verdammt, vergöttert“ kann sie nach eigener Aussage auch heute immer wieder hören.

Zu ihren jüngeren Entdeckungsmomenten zählt „Gebrochen“ von Ghost4Musik. Schon nach den ersten Tönen war für sie klar, dass sie den Song richtig gut findet. KatzeXena Musik hat sie ebenfalls musikalisch überrascht. Beide Erlebnisse ordnet sie in ihren Antworten der Woche vor deren Niederschrift zu.

Aus demselben Zeitraum erinnert sie sich an einen Song, den sie zunächst vollständig falsch eingeschätzt hatte. Welcher es war, weiß sie nicht mehr. Das Erlebnis selbst ist ihr trotzdem geblieben, weil es erneut zeigte, wie sehr sich ein erster Eindruck verändern kann. Einen unbekannten Song zu finden, der sie persönlich erwischt, gehört für sie zu den schönsten Entdeckungen überhaupt.

🟨 NINTENDO SWITCH, CONVENTIONS UND EIN FREIER KOPF

Zum Abschalten spielt Gerti gerne an der Konsole, am liebsten auf ihrer Nintendo Switch. Dabei kann sie den Kopf frei bekommen und sich mit etwas ganz anderem beschäftigen. Musik muss also nicht jede Pause ausfüllen. Auch das gehört zu ihrem Umgang mit einer Aufgabe, die freiwillig bleiben soll.

Eine Seite, mit der andere bei ihr vielleicht nicht rechnen, ist ihre Begeisterung für Anime- und Manga-Conventions. Ebenso gerne besucht sie Spielemessen, beispielsweise die Gamescom. Diese Interessen ergänzt sie ganz selbstverständlich zu ihrem Leben als Mutter, Familienmensch und Musikbegeisterte. Sie lassen erkennen, dass ihre Neugier weit über Songs und Playlists hinausgeht.

🟨 ZEHN SCHNELLE ENTSCHEIDUNGEN, EIN KLARES BILD

Bei den kurzen Entweder-oder-Fragen setzt Gerti auf eine starke Melodie, weil diese sie zuerst erreicht, und auf Persönlichkeit, weil sie den Menschen hinter einem Song spüren möchte. Sie entscheidet sich für tausend echte Fans, die hinter der Musik stehen. Die Playlist wählt sie als Ort, an dem sie selbst immer wieder Neues entdeckt. Und der menschlichen Empfehlung gibt sie den Vorzug, weil dabei jemand zuhört, empfindet und persönlich entscheidet.

Musik hört sie am liebsten über Lautsprecher, damit sie richtig im Raum klingt. KI sieht sie als Werkzeug, zu dem Menschen weiterhin eigene Ideen beitragen sollen. Ein völlig verrückter Geheimtipp reizt sie ebenso wie ein Song, den man erst nach fünf Durchläufen versteht. Dass beim wiederholten Hören noch etwas Neues auftaucht, ist für sie ein Reiz.

Bei ihrer eigenen Arbeit entscheidet sie sich für Glaubwürdigkeit. Sie möchte ehrlich hinter dem stehen, was sie tut. Zusammen ergeben diese Antworten ein ziemlich klares Bild ihrer Vorlieben: Melodie, Eigenständigkeit, Neugier und eine Verbindung, die über bloße Zahlen hinausgeht. Der ungewöhnliche Fund bekommt darin genauso Platz wie die langfristige Begeisterung.

🟨 VIELE FRAGEN ZUR EINREICHUNG, WENIGE ZU IHR

Im Alltag wird Gerti vor allem gefragt, wie man einen Song einreicht oder wie das Artbook gestaltet werden soll. Fragen zu ihr selbst und zu ihrer Arbeit als Music Curatorin bekommt sie dagegen nach eigener Aussage kaum. Meistens steht der praktische Weg zur Vorstellung eines Songs im Vordergrund. Die Person, die sich anschließend Zeit dafür nimmt, bleibt dabei leichter im Hintergrund.

Ihre Antworten machen sichtbar, was diese Aufgabe für sie bedeutet. Sie bringt Aufmerksamkeit, persönliche Begeisterung und emotionale Beteiligung ein. Gleichzeitig braucht sie Respekt, Entscheidungsfreiheit und Zeit. Wer ihr Musik schickt, begegnet einer Frau, die gerne unterstützt und trotzdem selbst bestimmt, wie sie das tut.

🟨 EIN ANFANG MIT OFFENEM AUSGANG

Gerti sieht sich als Music Curatorin noch am Anfang. Sie möchte sich weiterentwickeln, ihr Profil aufbauen und weitere Künstler kennenlernen und unterstützen. Auch eine engere Zusammenarbeit mit Künstlern kann sie sich für die Zukunft gut vorstellen. Welche zusätzlichen Formen daraus entstehen könnten, lässt sie offen; konkrete weitere Vorhaben benennt sie bislang nicht.

Für AI × HUMAN UNITED wünscht sie sich Wachstum und mehr Menschen, die auf das Projekt und seine Musik aufmerksam werden. Einen festen persönlichen Drei-Jahres-Plan hat sie dagegen nicht. Sie hofft, dann weiterhin mit derselben Freude Songs zu entdecken und vielleicht noch etwas mehr bewirken zu können. Sich tatsächlich einen Namen als Music Curatorin gemacht zu haben, wäre für sie eine ziemlich verrückte Vorstellung.

Was ihr heute schon etwas bedeutet, ist kleiner und unmittelbar erfahrbar. Wenn ihre Unterstützung einem Künstler Freude macht und seine Musik vielleicht einige Menschen zusätzlich erreicht, weiß sie, weshalb sie das tut. Ihr Rat an Künstler passt dazu: sich treu bleiben, an sich glauben und weitermachen, auch wenn es nicht sofort läuft. Entwicklung braucht manchmal Zeit.

🟨 WAS AM ENDE BLEIBEN SOLL

Musik begleitet Gerti durch gute und schlechte Zeiten und bringt sie mit Menschen zusammen. Den Künstlern dankt sie dafür, dass sie ihr vertrauen und ihr ihre Musik anvertrauen. Den Hörern dankt sie für das Vertrauen in ihre Empfehlungen. Sie hofft, ihnen immer wieder Songs und Künstler näherzubringen, die sie ebenso begeistern wie sie selbst.

Für ihren späteren Rückblick wünscht sie sich einen einfachen Satz: „Ich habe Künstler unterstützt, an ihre Musik geglaubt und vielleicht ein kleines bisschen etwas bewegt.“ Darin steckt kein Versprechen auf bestimmte Streamingzahlen und kein ausformulierter Karriereplan. Es ist der Wunsch, mit der eigenen Begeisterung etwas bei anderen auszulösen. Angefangen hat das mit Songs, die sie teilen wollte, und mit der Bereitschaft, wirklich zuzuhören.