KI-Musik spaltet sich in zwei Welten: Offene Plattformen gegen Major-Ökosysteme
ElevenLabs launcht Music v2.5, doch der Universal-Music-Deal zeigt, worauf die Branche wirklich zusteuert
Text: WILD Redaktion ·

ElevenLabs hat Music v2.5 veröffentlicht und sich damit klar von den abgeschirmten Major-Ökosystemen positioniert. Während Suno mit einem Schlag alle Vorgängermodelle abschaltete, bleibt Music v2 bei ElevenLabs weiterhin erreichbar. Die Download-Limits sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache: 400 verlustfreie Tracks monatlich für Pro-Nutzer gegenüber 20 bei Suno. Doch die Widersprüche bei Eigentumsrechten und die Trennung vom Universal-Music-Deal werfen Fragen auf.
🟨 WAS MUSIC V2.5 VOM VORGÄNGER UNTERSCHEIDET
Am 11. September 2026 gab ElevenLabs die Veröffentlichung von Music v2.5 bekannt. Das Unternehmen preist das neue Modell als bisher besten KI-Musikgenerator an und stützt diese Behauptung auf einen unternehmenseigenen Blindtest mit 47.885 Paaren. Für denselben Prompt wurde jeweils eine Aufnahme mit Music v2 und eine mit Music v2.5 erzeugt.
Das Ergebnis: In der Mehrheit der Fälle wurde die neuere Version bevorzugt. Konfidenzintervalle oder eine konkrete Präferenzquote hat ElevenLabs nicht veröffentlicht. Die methodische Grundlage des Tests bleibt damit nicht vollständig nachprüfbar.
Das Unternehmen beschreibt den klanglichen Unterschied als vielschichtiger und komplexer. Natürlichere Instrumentenklänge sollen besonders bei gesangsgeführten und akustiklastigen Genres auffallen. Explizit genannt werden R&B, Soul, Hip-Hop, Rock, Metal, Orchestral und Cinematic.
Das sind Genre, in denen subtile Klangnuancen für Hörer besonders wahrnehmbar sind und in denen KI-Modelle traditionell Schwächen zeigen.
Anders als beim Wettbewerber Suno, der am 9. September 2026 mit Version 6 sämtliche Vorgängermodelle pensionierte, bleibt Music v2 bei ElevenLabs weiterhin verfügbar. Ein fester Zeitrahmen für diese Parallelexistenz existiert nicht, aber das Unternehmen bestätigt, dass keine Einstellung geplant ist.
Music v2.5 lässt sich über ElevenCreative, die ElevenLabs-API, als Node in Flows und im Studio nutzen. Die breite Verfügbarkeit über verschiedene Zugangswege zeigt, dass ElevenLabs sein Musikmodell nicht als isoliertes Produkt behandelt, sondern in ein größeres Ökosystem aus Sprachsynthese, Audiobearbeitung und Workflow-Tools einbettet.
Die Bewertung als „bestes Modell yet" ist eine Marketingschlussfolgerung des Unternehmens. Objektiv belegt ist die Mehrheitspräferenz im Blindtest, nicht jedoch die Größe des qualitativen Sprungs. Bei einem Test mit annähernd 48.000 Paaren wäre selbst eine knappe Mehrheit von 51 Prozent statistisch signifikant, sagt aber wenig über die praktische Relevanz des Unterschieds für Musiker und Produzenten aus.
Einem professionellen Nutzer, der täglich mit KI-generierter Musik arbeitet, dürften die Grenzen zwischen den Versionen fließender erscheinen als ein grundlegender Technologiesprung.
🟨 DER UNIVERSAL-MUSIC-DEAL UND SEINE FOLGEN
Nur einen Tag vor der Music-v2.5-Ankündigung, am 10. September 2026, schloss ElevenLabs eine mehrjährige strategische Vereinbarung mit Universal Music Group. Es ist die erste Vereinbarung von ElevenLabs mit einem Major-Label überhaupt.
Die Bedeutung dieses Deals geht über die reine Lizenzierung hinaus: Beide Seiten wollen gemeinsam KI-Audio-Produkte für Künstler und Songwriter entwickeln. Das Spektrum reicht von Remix- und Mashup-Funktionen über neue Track-Interpretationen bis hin zu personalisierten Vocal-Erfahrungen.
Entscheidend für das Verständnis des KI-Musikmarkts ist die klare Trennung, die ElevenLabs zwischen dem Deal und dem veröffentlichten Modell zieht. Music v2.5 wurde nicht mit UMG-Künstlermaterial trainiert. Diese Aussage stammt jedoch nur aus einer E-Mail an eine Fachpublikation und findet sich nicht in den öffentlichen Verlautbarungen des Unternehmens.
Die Frage, welche Trainingsdaten konkret für Music v2.5 verwendet wurden, bleibt damit unbeantwortet. ElevenLabs verweist allgemein auf lizenzierte Stems und Musik, ohne nähere Details zu nennen.
Die separate Plattform für Fans, die Teil der UMG-Vereinbarung ist, steht noch nicht. Starttermin und konkrete Funktionen sind unbekannt. Klar ist nur die Richtung: Eine KI-Musikplattform, die auf lizenzierter Musik basiert und Künstlerteilnahme ermöglicht.
Das ist ein fundamental anderer Ansatz als die offene Prompt-basierte Generierung, die ElevenLabs aktuell anbietet. Während das öffentliche Modell frei zugänglich ist und Nutzer mit Textprompts Musik erzeugen, zielt die UMG-Kooperation auf ein kontrolliertes Ökosystem mit klaren Eigentums- und Nutzungsregeln.
UMG bleibt parallel dazu Kläger im Verfahren der Recording Industry Association of America gegen Suno. Die Klage wurde im Juni 2024 in Boston eingereicht, neben Sony Music Entertainment als weiterem Kläger. Warner Music Group war ebenfalls Kläger, einigte sich aber im November 2025 mit Suno. Die Fronten im KI-Musikrechtsstreit sind damit verschoben, aber nicht aufgelöst.
ElevenLabs hat mit dieser Altlast nichts zu tun, positioniert sich aber mit dem UMG-Deal eindeutig auf der Seite der etablierten Industrie, während Suno weiter im Rechtskonflikt mit den Majors steht.
🟨 VERFÜGBARKEIT, DOWNLOADS UND ZUGÄNGLICHKEIT
Die Download-Politik von ElevenLabs sticht im Marktvergleich deutlich hervor. Im Free-Tier erhalten Nutzer fünf verlustfreie Downloads pro Tag. Der Pro-Tier umfasst 400 verlustfreie Downloads monatlich.
Bei Suno sieht die Realität bescheidener aus: Der 8-Dollar-Pro-Tier erlaubt 20 Tracks pro Monat, der 24-Dollar-Premier-Plan kommt auf 60 Tracks. Die Diskrepanz ist erheblich, insbesondere für Nutzer, die KI-Musik nicht nur zum Probieren, sondern für regelmäßige Produktionsabläufe einsetzen.
Die Zahlen spiegeln unterschiedliche Geschäftsmodelle wider. Suno begrenzt die Ausgabe stärker und kappt damit die Menge an generierten Inhalten, die Nutzer außerhalb der Plattform verwenden können. ElevenLabs geht den entgegengesetzten Weg und setzt auf großzügige Kontingente als Wettbewerbsvorteil.
Ob sich dieses Modell langfristig finanziell trägt, bleibt abzuwarten. Verlustfreie Downloads in hoher Qualität verursachen Server- und Bandbreitenkosten, die bei 400 Stück pro Nutzer im Monat deutlich ins Gewicht fallen können.
Die Parallelität von Music v2 und Music v2.5 bei ElevenLabs unterscheidet sich fundamental von Sunos Vorgehen. Dort wurden mit Version 6 am 9. September 2026 alle Vorgängermodelle abgeschaltet. Nutzer, die sich an bestimmte Klangeigenschaften oder Workflows gewöhnt hatten, verloren ihre gewohnte Arbeitsgrundlage von einem Tag auf den anderen.
Bei ElevenLabs dagegen bleibt die Entscheidung, welches Modell für einen bestimmten Track verwendet wird, beim Nutzer. Das ist ein Zeichen von Kontinuität und Respekt vor bestehenden Arbeitsweisen, auch wenn das Unternehmen damit potenzielle Upgradepfade auf v2.5 erschwert.
Die Verfügbarkeit über verschiedene Zugangswege (API, Studio, Creative-Tool, Flows-Integration) zeigt die Einbettung in ein breiteres Produktportfolio. ElevenLabs ist nicht nur ein Musikgenerator, sondern positioniert sich als umfassende Audio-KI-Plattform. Die Musikgenerierung ist ein Baustein, nicht das gesamte Angebot.
Das unterscheidet die Firma von Pure-Play-KI-Musikdiensten wie Suno und Udio, die ihr Geschäftsmodell vollständig auf generative Musik ausrichten.
🟨 EIGENTUM UND KOMMERZIELLE NUTZUNG: WIDERSPRÜCHLICHE AUSSAGEN
Die Frage, was Nutzer mit den Tracks machen dürfen, die sie mit ElevenLabs generieren, wird vom Unternehmen selbst uneinheitlich beantwortet. Der Blogbeitrag von ElevenLabs sagt klar, dass Nutzer auf jedem Plan einschließlich des Free-Plans Eigentum an dem erwerben, was sie erstellen.
Free-Nutzer können ihre Tracks demnach kommerziell nutzen, sofern sie ElevenMusic nennen. Diese Formulierung ist eindeutig und großzügig.
Die Version desselben Beitrags auf der ElevenMusic-Website formuliert abweichend. Dort heißt es, dass Rechte und kommerzielle Nutzung je nach Abonnementstufe variieren. Von einer Credit-Pflicht für Free-Nutzer ist nicht die Rede.
Eine E-Mail, die ElevenLabs an Music Business Worldwide sandte, macht die Sache noch undurchsichtiger. Darin bestätigt das Unternehmen, dass Nutzer auf jedem Plan besitzen, was sie erstellen. Die E-Mail enthält weder die Bedingung der Namensnennung noch den Vorbehalt tierabhängiger Rechte. Die drei Quellen widersprechen sich in Details, die für Free-Nutzer erhebliche praktische Bedeutung haben.
Unabhängig von diesen Widersprüchen gelten einige gemeinsame Grundsätze. Berechtigungen an einem Track bleiben nach dessen Erstellung erhalten, auch wenn der Nutzer seinen Plan kündigt oder herabstuft. Änderungen der Nutzungsbedingungen sollen nur für Tracks gelten, die ab dem jeweiligen Änderungsdatum erstellt werden.
Bestandsschutz also, der über die Laufzeit des Abonnements hinausgeht. Das ist ein vernünftiger Ansatz, der Vertrauen schaffen kann, sofern er rechtsverbindlich umgesetzt wird.
Ein Sonderfall betrifft Tracks, die auf dem Song eines anderen Künstlers basieren oder darauf verweisen. Downloads solcher Tracks sind bei ElevenLabs blockiert. Das betrifft Prompts, die erkennbar auf bestehende Musik Bezug nehmen, sei es durch direkte Anspielungen oder durch die Verwendung von Künstlernamen, Songtiteln, Labelnamen oder erkennbaren Songtexten.
Das Verbot erstreckt sich nicht nur auf urheberrechtlich geschütztes Material, sondern auf die klangliche Anlehnung an bekannte Werke. Die Umsetzung dieser Einschränkung erfolgt automatisch, eine manuelle Prüfung oder Genehmigung gibt es nicht.
🟨 DER RECHTLICHE RAHMEN: VERFAHREN, VERBOTE UND OFFENE FRAGEN
Das RIAA-Verfahren gegen Suno, eingereicht im Juni 2024 in Boston, bleibt der zentrale Rechtskonflikt im KI-Musikbereich. Kläger sind Universal Music Group und Sony Music Entertainment. Der Vorwurf: Suno habe urheberrechtlich geschützte Musik ohne Genehmigung zum Training seiner Modelle verwendet. Suno hat diese Vorwürfe stets bestritten.
Am 9. September 2026 erklärte Suno-CPO Jack Brody öffentlich, dass die für Version 6 zum Training verwendeten Daten keine Daten von UMG oder Sony Music Entertainment enthalten. Diese Aussage ist eine Behauptung, kein gerichtsfester Nachweis. Sie zeigt aber, dass Suno die Herkunft der Trainingsdaten inzwischen als entscheidenden Punkt im Rechtsstreit betrachtet.
Warner Music Group war ebenfalls Kläger in diesem Verfahren, einigte sich aber im November 2025 mit Suno. Die Einigung lag mehrere Monate vor der Veröffentlichung von Suno Version 6 im September 2026. Welche Bedingungen die Vereinbarung enthält, wurde nicht öffentlich. Die Einigung entlastet Suno rechtlich, ändert aber nichts an der Position von UMG und Sony, die das Verfahren fortführen.
ElevenLabs hat seine Lizenzvereinbarungen mit anderen Partnern aufgebaut, nicht mit den Majors. Merlin, der unabhängige Musikvertrieb, der Verlag Kobalt und Believe Digital sind die genannten Partner. Believe ist ein etablierter Distributor für unabhängige Künstler, Kobalt vertritt sowohl Independent-Verlage als auch Songwriter.
Diese Ausrichtung auf unabhängige Rechteinhaber unterscheidet ElevenLabs von einem Major-Label-Deal. Die Vereinbarung mit UMG ist davon klar getrennt und betrifft ein separates Produkt, das noch nicht existiert.
Die rechtliche Dimension der KI-Musikgenerierung umfasst mehrere Ebenen, die nicht miteinander verwechselt werden sollten. Die Frage des Trainings betrifft die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke als Grundlage für die Modellschulung.
Die Frage des Outputs betrifft, ob generierte Musik urheberrechtlich geschützt werden kann und wem solche Rechte zustehen.
Die Frage der Kennzeichnung betrifft, ob KI-generierte Musik als solche erkennbar sein muss und wer diese Pflicht trägt. Jede dieser Ebenen wird derzeit in verschiedenen Verfahren und regulatorischen Diskussionen verhandelt, ohne dass es eine einheitliche Antwort gäbe.
🟨 MARKTPOSITIONEN UND DIE FRAGE DER KONTROLLE
Der KI-Musikmarkt sortiert sich entlang einer Linie, die fundamentaler ist als technische Spezifikationen oder Preisstrukturen. Auf der einen Seite stehen offene Plattformen, die Nutzern maximale Freiheit bei der Generierung geben. Auf der anderen Seite entstehen geschlossene Ökosysteme, in denen etablierte Rechteinhaber die Bedingungen diktieren.
ElevenLabs hat mit dem Universal-Music-Deal Position bezogen auf der Seite der Majors, ohne das offene Geschäft dafür zu opfern. Diese Gratwanderung ist strategisch sinnvoll, wirft aber Fragen auf, wie lange das Unternehmen beide Rollen gleichzeitig spielen kann.
Die Bewertung von ElevenLabs bei 11 Milliarden US-Dollar nach einer Series-D-Runde über 500 Millionen US-Dollar im Februar 2026 zeigt, dass Investoren großes Vertrauen in die Plattform setzen. Dieses Kapital ermöglicht die großzügige Download-Politik und die breite Produktentwicklung. Es schafft aber auch Druck, das Wachstum aufrechtzuerhalten und neue Einnahmequellen zu erschließen.
Ein separates Produkt mit UMG, das auf lizenzierter Musik und Künstlerteilnahme basiert, könnte eine solche Quelle sein. Ob Künstler und Songwriter dieses Angebot annehmen werden, ist offen.
Suno bleibt trotz der Einigung mit Warner Music in das RIAA-Verfahren mit Universal und Sony verstrickt. Der RIAA-Prozess wird beide Unternehmen noch Jahre beschäftigen, selbst wenn er nicht in einem vollständigen Prozess endet. Vergleichsverhandlungen, mediatorische Lösungen oder aufsichtsrechtliche Eingriffe könnten den Ausgang bestimmen.
Für Musiker, die diese Dienste nutzen wollen, schafft diese Unsicherheit ein Entscheidungsdilemma. Soll man auf eine Plattform setzen, deren rechtliche Grundlage angefochten ist, oder auf eine, deren Major-Partnerschaft Kontrolle über die eigenen Werke bedeuten könnte?
Die Widersprüche bei den Eigentumsaussagen von ElevenLabs schwächen das Vertrauen unabhängiger Künstler. Wer seine Rechte an generierter Musik nicht sicher kennt, kann sie nicht planvoll nutzen. Die Credit-Pflicht im Free-Tier, die im Blog-Posting genannt wird, aber weder in der Website-Version noch in der E-Mail auftaucht, ist ein kleines, aber bezeichnendes Beispiel für mangelnde Klarheit.
Professionelle Nutzer, die Einnahmen aus KI-generierter Musik erzielen wollen, brauchen rechtsverbindliche Zusicherungen, keine widersprüchlichen Formulierungen in verschiedenen Kanälen.
🟨 DIE OFFENE FRAGE NACH DEM NÄCHSTEN SCHRITT
Der KI-Musikmarkt steht an einem Punkt, an dem die technische Entwicklung die rechtliche und geschäftliche Realität überholt. Modelle wie Music v2.5 können Musik erzeugen, die von hochwertigen Produktionen kaum zu unterscheiden ist. Die Infrastruktur für Verbreitung und Nutzung existiert.
Was fehlt, ist eine klare Übereinkunft darüber, wem die generierte Musik gehört, wie sie gekennzeichnet sein muss und welche Rechte Künstler an der Verwendung ihrer Stile und Stimmen haben.
Die Trennung zwischen dem offenen ElevenLabs-Modell und dem UMG-Ökosystem ist keine vorübergehende Phase, sondern eine dauerhafte Weichenstellung. Die Major Labels haben erkannt, dass KI-Musik nicht aufzuhalten ist. Ihre Antwort ist nicht Verbotsforderungen, sondern Beteiligung und Kontrolle.
Offene Plattformen wie ElevenLabs, Suno und Udio reagieren mit Lizenzvereinbarungen und Modelloptimierung. Der Wettbewerb findet nicht mehr nur zwischen KI-Modellen statt, sondern zwischen ganzen Geschäftsmodellen.
Für unabhängige Künstler und kleine Produzenten bedeutet das eine Situation mit neuen Möglichkeiten und neuen Risiken. Die Zugangshürden für professionelle Musikproduktion sind gesunken. Die rechtliche Unsicherheit darüber, was mit dem Ergebnis passieren darf, ist gestiegen.
ElevenLabs bietet mit 400 Downloads pro Monat im Pro-Tier und dauerhafter Modellverfügbarkeit mehr Planungssicherheit als Suno. Aber die Widersprüche bei Eigentumsrechten und die unklare Zukunft des UMG-Deals zeigen, dass selbst die fortschrittlichsten Anbieter in diesem Markt keine vollständige Klarheit geschaffen haben.
Die Frage, ob offene Plattformen oder geschlossene Major-Ökosysteme sich langfristig durchsetzen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet. Beide Ansätze haben Vorzüge und Grenzen. Die Branche wird sich in den kommenden Jahren entlang dieser Linie aufspalten, mit Zwischenlösungen, Kooperationen und weiteren Rechtsstreitigkeiten als Begleitererscheinungen.
Musiker, die KI-Tools nutzen wollen, sollten sich nicht auf eine einzelne Plattform oder ein einzelnes Geschäftsmodell verlassen. Die Landschaft bewegt sich zu schnell, als dass langfristige Festlegungen sinnvoll wären.