DIRK WORTMANN
Dirk Wortmann
Text: WILD Redaktion ·

Drei Namen, drei musikalische Welten und ein Mann, für den ein Song erst dann fertig ist, wenn er wirklich etwas zu erzählen hat
Musik war bei Dirk Wortmann offenbar schon da, bevor er überhaupt hätte erklären können, was sie für ihn bedeutet. Mit drei Jahren sang er „Mendocino“ von Michael Holm, mit vier nahm er Musik auf einem Tonband auf. Wenn man ihn heute fragt, wie er zur Musik gekommen ist, fällt seine Antwort entsprechend trocken aus: „Wahrscheinlich durch die Muttermilch.“
Dirk ist 59 Jahre alt, lebt am Niederrhein, derzeit noch in Duisburg und bald in Geldern, und arbeitet als freischaffender Musiker. Als offiziellen Beginn seiner musikalischen Laufbahn nennt er 1985. Tatsächlich beginnt diese Geschichte aber deutlich früher.
🟨 VOM ELTERNKELLER IN DIE CLUBS
Weil seine Eltern noch sehr jung waren, kam Dirk früh mit Musik und Partys in Berührung. Schon mit neun oder zehn Jahren legte er im elterlichen Keller Musik auf, wenn dort gefeiert wurde. Ein Onkel sagte ihm damals voraus, dass er später einmal DJ werde.
Dirk wusste zunächst nicht einmal, was das überhaupt sein sollte. Als sein Onkel erklärte, ein DJ könne viel Geld verdienen und viele Frauen kennenlernen, war die Sache für den jungen Dirk offenbar ziemlich schnell entschieden. Mit zwölf nahm er seine ersten Mixtapes auf und begann Gitarrenunterricht, mit 15 schrieb er erste eigene Songs, mit 18 spielte er in einer Band. Am Wochenende legte er zusätzlich in Clubs auf, um sich das alles zu finanzieren.
🟨 PLÖTZLICH STEHEN DA 4.000 MENSCHEN
Später legte Dirk nach eigenen Angaben mehrfach vor 4.000 oder 5.000 Menschen auf. Ob das für ihn selbst ein Meilenstein sei, könne er gar nicht sagen. Eine Geschichte aus dieser Zeit ist ihm allerdings bis heute im Gedächtnis geblieben.
Als 19-Jähriger spielte er auf einer großen Veranstaltung mit ungefähr 4.000 Gästen. Der Abend lief hervorragend, bis gegen ein Uhr nachts ein Türsteher zu ihm kam und ihm eine Liste mit rund hundert Fahrzeugen übergab. Ein Schwertransporter musste passieren und die Autos standen im Weg.
Dirk musste also ungefähr eine Viertelstunde lang Kennzeichen, Fahrzeugtypen und Farben durchsagen. Danach stand er vor einem eher ungewöhnlichen DJ-Problem: Wie bekommt man mehrere Tausend Menschen nach einer solchen Unterbrechung wieder zurück in Partystimmung? Seine Lösung bestand aus zwei Worten: „Ich wiederhole!“ Nach seiner Erinnerung war die Stimmung sofort wieder da.
Gerade für jemanden, der sich selbst mit den Worten „Jungfrau, schüchtern“ beschreibt und erst lernen musste, vor vielen Menschen zu sprechen und Durchsagen zu machen, war das eine prägende Erfahrung. Aufgeben kam für ihn trotzdem nie infrage. „Ich gebe nie auf und verschwende auch keinen Gedanken daran.“
🟨 EIN NAME REICHT IHM NICHT
Wer Dirk Wortmann musikalisch in eine einzige Schublade stecken möchte, bekommt ziemlich schnell ein Problem. Denn seine Musik verteilt sich heute auf drei klar voneinander getrennte Welten.
Unter "Dirk Wortmann" schreibt und produziert er deutschsprachige Popmusik. Ein Freund beschrieb diese Seite einmal als irgendwo zwischen Blumfeld und Funny van Dannen. Unter "Lakrid" wird es elektronisch und englischsprachig. Der Name ist ein Wortspiel mit seinem Vornamen und gleichzeitig angelehnt an das dänische Wort für Lakritz. Musikalisch reicht Lakrid von House und French House bis Futurepop und EBM.
Dann gibt es noch "Distant Wounds". Dort lebt Dirk seine Liebe zur Rockmusik aus. Nu Metal, Alternative Rock und Grunge können dort genauso auftauchen wie progressivere Einflüsse. Drei Namen, drei Richtungen, aber dahinter steht immer derselbe Autor. Wenn Dirk beschreiben soll, was seinen Stil auszeichnet, landet er deshalb schnell bei einem Wort: "Vielfalt."
🟨 EIN GESCHICHTENERZÄHLER
Für Dirk steht häufig nicht die Musikrichtung im Mittelpunkt, sondern das, was ein Song erzählen soll. „Ich bin Geschichtenerzähler und möchte, dass man mir beziehungsweise meinen Songs zuhört.“
Der Text ist für ihn oft wichtiger als alles andere, auch wenn die musikalische Umsetzung natürlich genauso stimmen muss. Seine Songs sollen nicht einfach nur laufen. Sie sollen etwas transportieren und im besten Fall noch einen Gedanken zurücklassen, wenn die Musik längst vorbei ist.
Vielleicht erklärt genau das auch, warum er mit schnellen Lösungen wenig anfangen kann. Ein Song darf bei ihm Zeit brauchen und muss nicht nur deshalb fertig werden, weil es technisch möglich wäre.
🟨 ERST DAS PAPIER, DANN DIE MUSIK
Dirks Arbeitsweise beginnt erstaunlich klassisch. Texte entstehen zunächst auf einem Blatt Papier. Er ist Nachtmensch und schreibt einen großen Teil seiner Songs zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens. Tagsüber sammelt er Gedanken oder kurze Notizen, auf die er später zurückgreift.
Der Text kommt grundsätzlich zuerst, wobei die Musik nach eigener Aussage oft schon während des Schreibens in seinem Kopf entsteht. Bei der Umsetzung arbeitet er mit seiner Gitarre, seinem Kazoo und IloveSong. Ist ein Song in seiner Grundform fertig, geht Dirk ins Studio.
Dort wird weiterproduziert, vielleicht kommt noch ein Geräusch, ein zusätzliches Instrument oder ein kleines Detail dazu. Anschließend wird der Song professionell gemastert. Dabei arbeitet Dirk grundsätzlich allein. Und wenn man ihn fragt, ob er eher spontan oder perfektionistisch ist, gibt es bei ihm keine lange Diskussion: "Absoluter Perfektionist."
🟨 EIN SONG DARF AUCH MONATE LIEGEN
Dirk hat kein Problem damit, eine Idee wieder wegzulegen, wenn sie noch nicht funktioniert. Ein Song kann Wochen oder sogar Monate liegen bleiben, bevor er wieder daran arbeitet.
Genau an diesem Punkt beginnt auch seine sehr klare Haltung zur künstlichen Intelligenz. Denn Dirk nutzt KI selbst, zieht aber eine deutliche persönliche Grenze dort, wo sie für ihn den eigentlichen kreativen Kern übernehmen würde.
🟨 KI JA, ABER NICHT ANSTELLE DES AUTORS
Dirk beherrscht nach eigener Aussage mehrere Instrumente, kann aber nicht singen. Deshalb nutzt er künstliche Intelligenz als Gesangsstimme und als Unterstützung bei der Musik. Dafür verwendet er ausschließlich IloveSong.
Seine Entscheidung hat auch mit früheren Erfahrungen in Bands zu tun. Dirk sagt, er sei es leid gewesen, mit Sängern zu arbeiten, die ausschließlich ihre eigenen Kompositionen singen wollten, unabhängig davon, wie gut oder schlecht diese seiner Meinung nach waren.
Eine KI-Stimme gibt ihm dagegen die Möglichkeit, seine eigenen Songs umzusetzen, ohne von dieser Dynamik abhängig zu sein. Texte, Gedanken und den eigentlichen kreativen Ausgangspunkt möchte er trotzdem selbst entwickeln.
🟨 „KÜNSTLICHE INTELLIGENZ NIMMT EINEM SONG DIE SEELE“
Beim Schreiben und Komponieren wird Dirk deshalb sehr deutlich. Er hat das Gefühl, dass viele Künstler heute auf KI zurückgreifen, um Songs schneller fertigzustellen. Genau das lehnt er für seine eigene Arbeitsweise ab.
„Ich lasse einen Song lieber ein paar Wochen oder auch Monate liegen, anstatt eine KI zur Hilfe zu nehmen. Künstliche Intelligenz nimmt einem Song die Seele.“
Für Dirk darf Technik helfen, eine Idee hörbar zu machen. Sie soll für ihn aber nicht die persönliche Idee selbst ersetzen. Diese Haltung ist nicht gegen KI als Technologie gerichtet, Dirk benutzt sie schließlich selbst. Seine Grenze liegt vielmehr dort, wo aus seiner Sicht der persönliche kreative Anteil des Autors beginnt.
🟨 SEINE KRITIK AM KIBEATS-EVENT
Besonders konkret wird Dirk bei einem Beispiel aus der KI-Musikszene. Bei KiBeats gebe es einen Event, bei dem zehn Wörter vorgegeben werden und daraus ein Song gebaut werden soll. Was ihn daran stört, ist vor allem die Geschwindigkeit. Teilweise würden bereits wenige Stunden später fertige Songs veröffentlicht.
Für Dirk wirkt das weniger wie ein gewachsener kreativer Prozess und mehr wie ein Wettbewerb darum, wer besonders schnell mit einer KI umgehen kann. Seine Reaktion darauf fällt deutlich aus: „Was soll das? Getreu dem Motto, ich kann am besten mit einer KI hantieren. Totaler Schwachsinn.“
Für Dirk braucht ein Song Entwicklung und einen Bezug zum Komponisten. „Ein Song muss wachsen, einen Bezug vom Komponisten haben. Das funktioniert nicht in ein paar Stunden.“
🟨 UND WIE SIEHT DIE ZUKUNFT AUS?
Auch die Zukunft der KI-Musik beurteilt Dirk nicht schwarz oder weiß. Er weiß, dass die Systeme immer besser werden. Noch glaube er häufig erkennen zu können, wenn jemand einen Text von einer KI schreiben lässt. Aber er fragt sich selbst, wie lange das noch möglich sein wird.
Wenn sich die Entwicklung in diesem Tempo fortsetzt, sehe er kritisch in die Zukunft. Gleichzeitig betont Dirk ausdrücklich, dass es auch sehr gute Künstler im KI-Bereich gibt. Und genau diese, sagt er, müsse man fördern.
🟨 MUSIK LANGE VOR DER KI
Dirks musikalische Geschichte begann Jahrzehnte vor den heutigen Generatoren. In den 90er-Jahren spielte er in mehreren Bands, die Songs von ihm veröffentlichten. Die meisten davon blieben relativ unbekannt.
Mit „Thru life“ schaffte er es allerdings in die Deutschen Alternative Charts, die DAC Charts. Der Song wurde nach seinen Angaben in mehreren Discotheken gespielt und ungefähr tausendmal verkauft.
Dirk schrieb außerdem Songs für lokale Bands, eine Schule, ein Schwimmbad und mehrere Unternehmen. Wenn man dagegen nur auf seine heutige Veröffentlichungsphase blickt, bezeichnet er das 2024 erschienene Album „Station 1“ als Ausgangspunkt.
Damit begann allerdings kein Anfänger. Dahinter stand zu diesem Zeitpunkt bereits ein Musiker mit mehreren Jahrzehnten eigener Erfahrung.
🟨 LAKRID FINDET AUCH AUF DER TANZFLÄCHE STATT
Dass seine Musik nicht nur irgendwo im Internet verschwindet, zeigt ihm unter anderem Lakrid. „Boom (the prank)“ vom ersten Lakrid-Album läuft nach Dirks Angaben seit rund einem Jahr in einigen New-Wave-, EBM- und Futurepop-Discotheken.
Dort sorgt der Titel nach seiner Aussage für volle Tanzflächen. Für jemanden, der ausdrücklich sagt, dass ihn die breite Masse nicht besonders interessiert, dürfte genau diese Art der Resonanz ziemlich gut zu seiner Haltung passen.
🟨 „STRANGERS“, DER PERSÖNLICHSTE SONG
Wenn Dirk einen Song auswählen müsste, der ihm persönlich besonders viel bedeutet, landet er bei „Strangers“ vom Distant-Wounds-Album „Fears“. Die Geschichte dahinter gehört zu den persönlichsten Passagen seiner Antworten.
Dirk hat drei uneheliche Kinder und zu seiner ältesten Tochter keinen Kontakt. Vor ungefähr einem Jahr schrieb er über dieses Verhältnis einen Song. Dabei wählte er bewusst nicht seine eigene Perspektive. Er schrieb den Text aus Sicht seiner Tochter, auch deshalb, wie er selbst sagt, damit er bei der Geschichte nicht zu gut wegkommt.
Der zentrale Gedanke lautet „Let's stay strangers“ also „Lass uns Fremde bleiben“. Schon während des Schreibens habe Dirk Gänsehaut bekommen. Gerade dieser Song zeigt sehr deutlich, was er unter Geschichtenerzählen versteht. Die eigene Person muss darin nicht gut aussehen. Ein Song muss nicht bequem sein und eine Geschichte darf auch wehtun.
🟨 WELCHEN SONG SOLL MAN ZUERST HÖREN?
Einen einzigen Song für neue Hörer auszuwählen, hält Dirk praktisch für unmöglich. Zu unterschiedlich sind seine drei musikalischen Welten.
Wer deutschsprachige Popmusik mag, sollte mit „Der Traum, der träumt, geträumt zu haben“ vom aktuellen Album „Die eigene Sicht“ beginnen. Für elektronische Musik empfiehlt Dirk „I like to stick my tongue out“ vom Lakrid-Album „The sixth sense“.
Wer Progressive Rock in Richtung Tool bevorzugt, bekommt mit „Another round (deep in the night)“ vom Distant-Wounds-Album „Fears“ seinen Einstieg. Hinter fast jedem seiner Songs steckt nach eigener Aussage eine Geschichte. Die persönlichste davon ist „Strangers“, aber das Prinzip zieht sich durch seine gesamte Arbeit.
🟨 VON BLUMFELD BIS TOOL
Auch Dirks musikalische Einflüsse zeigen, warum bei ihm nicht alles gleich klingt. Er nennt **Blumfeld, Funny van Dannen, Tool, Pearl Jam, Andreas Bourani, Fritz Kalkbrenner, Magnum, The Chameleons und The Tragically Hip als Künstler und Bands, die ihn inspirieren.
Und genau diese Musik hört er nach eigener Aussage auch privat. Beim Schreiben und Produzieren treibt ihn vor allem der Wunsch an, das Optimum aus einem Song herauszuholen und einen eigenen Stil zu finden.
Die breite Masse interessiert ihn dabei nicht besonders. „Ich schreibe, was ich für richtig halte und was mir gefällt. Ohne Kompromisse! Love it or hate it!“
🟨 POSITIVE GESCHICHTEN UND KLARE HALTUNGEN
Inhaltlich versteht Dirk sich bis auf wenige Ausnahmen als positiven Geschichtenerzähler. Seine Botschaft ist klar: niemals aufgeben, versuchen ein guter Mensch zu sein und sich nicht verbiegen lassen.
Politisch formuliert er seine Haltung ebenfalls ohne Umweg. In seinen Antworten schreibt er wörtlich: „Und fuck AfD!“
Seine Songs sollen grundsätzlich positive Gefühle auslösen, gleichzeitig möchte er seine Hörer zum Nachdenken bringen. Im besten Fall bleibt nach einem Stück die Frage zurück: Was wollte er mir damit eigentlich sagen?
🟨 COMMUNITY IST FÜR IHN NICHT DAS ZENTRUM
Der Kontakt zu Hörern spielt bei Dirk eine andere Rolle als bei vielen Künstlern. Er sagt offen, dass ihm der direkte Kontakt weniger wichtig sei. Entscheidend ist für ihn, mit seinen Texten etwas zu bewegen und Menschen zum Nachdenken zu bringen.
Wenn darauf eine positive Resonanz folgt, freut ihn das natürlich. Auf die Frage, was ihm Kommentare und Nachrichten seiner Fans bedeuten, antwortet er entsprechend knapp: „Sie erfreuen mich! :-)“
🟨 WENN EIN SONG PLÖTZLICH TEIL EINER MODESHOW WIRD
Eine Begegnung ist Dirk besonders im Gedächtnis geblieben. Vor ungefähr einem Jahr schrieb ihm eine unbekannte Person auf TikTok, sie liebe einen seiner Songs und wolle ihn gern für ein Video als Modedesignerin verwenden.
Kurze Zeit später bekam Dirk tatsächlich ein Video geschickt. Darin präsentierte sie ihre Mode und zwischendurch sangen die Models seinen Song. Solche Momente kann man nicht planen. Und manchmal sagen sie mehr darüber aus, ob Musik jemanden erreicht hat, als jede nackte Streamingzahl.
🟨 STOLZ IST NICHT SEIN WORT
Auf die Frage, worauf er besonders stolz sei, antwortet Dirk überraschend: "Auf nichts. Ich mag das Wort ,Stolz‘ nicht.“
Stattdessen spricht er lieber davon, froh zu sein. Froh darüber, in Deutschland geboren zu sein, und vor allem froh darüber, eine Frau zu haben, die ihn so nimmt, wie er ist und die er sehr liebt.
Und die Geschichte, wie beide sich kennengelernt haben, passt ziemlich perfekt zu seiner direkten Art.
🟨 „SUCHE FRAU OHNE GEBÄRMUTTER!“
Vor rund 15 Jahren war Dirk wieder Single, hatte bereits drei uneheliche Kinder und meldete sich zum ersten Mal auf einer Single-Plattform an. In sein Profil schrieb er neben einigen Daten und Fotos einen Satz, mit dem man auf einer Datingplattform ziemlich sicher Aufmerksamkeit bekommt: „Suche Frau ohne Gebärmutter!“
Die ersten Reaktionen fielen erwartbar irritiert aus. Dirk bekam Antworten im Stil von „Was bist du denn für einer?“ oder „Du bist ja wohl nicht normal.“ Dann kam eine Nachricht mit einem netten Foto und genau zwei Worten: „Hier bin ich!“
Heute sind beide fast 15 Jahre zusammen, seit zehn Jahren verheiratet und nach Dirks Worten glücklich wie am ersten Tag. Hinter seiner damaligen Formulierung habe schlicht die Aussage gesteckt, dass er keine weiteren Kinder mehr haben wollte.
Und natürlich gehört auch sein eigener Nachsatz zu dieser Geschichte: „PS: Meine Frau wird mich umbringen, wenn sie das liest :-)“
🟨 PUZZLE STEHT IN DEN STARTLÖCHERN
Musikalisch steht bereits einiges Neues bevor. Das kommende Distant-Wounds-Album „Puzzle“ soll Anfang Oktober erscheinen. Dirks eigene Einschätzung dazu fällt angenehm selbstbewusst aus. Es sei, wie er in seinen Antworten gleich ergänzt, großartig.
Auch bei Lakrid ist bereits die nächste Veröffentlichung vorbereitet. Das neue Album trägt den Titel „Beyond the silence“.
🟨 ZEHN JAHRE SONGS FÜR EIN SCHWARZES ALBUM
„Beyond the silence“ besteht ausschließlich aus EBM- und Futurepop-Songs, die Dirk innerhalb der vergangenen zehn Jahre geschrieben hat. Das Album ist nach seiner Aussage bereits fertig und soll ebenfalls noch in diesem Jahr erscheinen.
Im Oktober hat er dafür drei Tage Studio gebucht. Dort möchte er noch einige, wie er selbst sagt, „lustige Gimmicks“ hinzufügen. Für Dirk ist es das erste komplett schwarze Album.
Seine Erwartung an die Reaktion der Szene formuliert er wieder einmal auf seine ganz eigene Art: „Mal schauen, was die Grufties dazu sagen. :-)“
🟨 DANACH IST ERSTMAL PAUSE, THEORETISCH
Nach dem Lakrid-Album möchte Dirk für dieses Jahr zunächst eine Veröffentlichungspause einlegen. Vom Songschreiben selbst wird es allerdings keine Pause geben. „Songs schreiben mache ich sowieso immer, das ist so wie atmen. Ohne geht nicht.“
Und auch die nächsten Ideen stehen bereits im Raum. Für das kommende Jahr plant Dirk ein Countryrock-Album im Stil der Eagles. Außerdem sollten irgendwann wieder einige deutschsprachige Songs für ein neues Dirk-Wortmann-Album entstehen.
Einen starren Zeitplan macht er daraus nicht. „Es kommt, wie es kommt, mal abwarten...“
🟨 SPANIEN STATT STREAMINGZAHLEN
Wenn Dirk nach seinen Zielen für die nächsten Jahre gefragt wird, beginnt seine Antwort nicht mit Streams, Charts oder Followern. Er möchte in Spanien leben und es sich gutgehen lassen. Gesundheit und Liebe reichen ihm.
Sollte zusätzlich irgendwann ein Nummer-1-Hit entstehen, würde ihm das, wie er sagt, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Mehr muss es offenbar gar nicht sein.
🟨 EHRLICH, DIREKT, LANGSCHLÄFER
Drei Begriffe soll Dirk nennen, die ihn am besten beschreiben. Seine Antwort: ehrlich, direkt, Langschläfer.
Auch bei den kleinen Abschlussfragen bleibt er konsequent. Kaffee? Nein. Tee? Ebenfalls nein. Mineralwasser? Auch nicht. Dirk bevorzugt Cola Zero, und zwar zu jeder Tageszeit.
Studio tagsüber oder nachts? Ganz eindeutig nachts, in seiner Originalantwort sogar mit drei Ausrufezeichen. Und Perfektionist oder spontan? Auch hier keine Grauzone: Absoluter Perfektionist.
🟨 „MACH ALLES GENAUSO NOCHMAL!“
Wenn Dirk seinem jüngeren Ich heute einen Rat geben könnte, würde er offenbar nichts grundsätzlich verändern. „Mach' alles genauso nochmal!“
Und wenn er erklären soll, was Musik für ihn in nur einem einzigen Satz bedeutet, braucht er ebenfalls keine langen Worte: „Musik ist mein Leben!“
🟨 WAS DIRK DEN WILD-LESERN MITGEBEN MÖCHTE
Zum Abschluss macht Dirk daraus keinen großen Werbespruch. Er sagt einfach: „Wenn ihr Lust habt, hört mal in meine Musik rein. Es gibt viel zu entdecken!“
Und tatsächlich dürfte genau das bei ihm stimmen. Wer nur einen einzigen Dirk-Wortmann-Song kennt, kennt wahrscheinlich nur einen kleinen Ausschnitt. Deutschsprachiger Pop, House, French House, Futurepop, EBM, Nu Metal, Alternative Rock, Grunge und demnächst Countryrock. Dazu Jahrzehnte eigener Musikgeschichte und eine Arbeitsweise, die bewusst Zeit zulässt.
Dirk Wortmann scheint nicht besonders daran interessiert zu sein, sich bequem zusammenfassen zu lassen.
🟨 DIRK WORTMANN IM NETZ
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