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WILD Special

Ollis Plattenküche

Wie aus einem Marketing-Livestream eine Bühne für Musik, Kreativität und echte Gemeinschaft wurde

Text: Andreas Arndt ·

Ollis Plattenküche

Manche Projekte entstehen nach einem festen Konzept, andere entwickeln sich beinahe von selbst. Bei Ollis Plattenküche begann alles nicht mit einer ausgearbeiteten Musikshow, einem professionellen Sendestudio oder dem Plan, eine eigene Community rund um neue Künstler aufzubauen.

Am Anfang standen Livestreams über digitales Marketing.

Dann brachte die Community immer häufiger eigene Songs mit. Es waren vor allem Produktionen, die mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden waren und damals nur wenige Möglichkeiten hatten, öffentlich vorgestellt zu werden.

Die Musik wurde gemeinsam angehört. Aus einzelnen Titeln wurden immer mehr Einsendungen. Aus spontanen Reaktionen entstand ein regelmäßiges Format. Und aus einem scherzhaft ausgesprochenen Namen entwickelte sich schließlich Ollis Plattenküche.

Heute laufen die Streams fast jeden Abend über mehrere Stunden. Künstler reichen ihre Musik ein, neue Songs werden entdeckt und Menschen kommen miteinander ins Gespräch, die sich ohne dieses Format womöglich niemals kennengelernt hätten.

Hinter dem Ganzen steht ein Berliner, der Musik nicht nur hört, sondern bereits seit seiner Jugend in den unterschiedlichsten Formen lebt.

Authentisch vor und hinter der Kamera

Olli beschreibt sich als optimistischen, realistischen und humorvollen Menschen.

Er versucht, das Leben mit einem Lächeln zu nehmen und sich dabei nicht für andere zu verstellen. Zwischen der Person im Livestream und dem Menschen im privaten Alltag soll es für ihn keinen Unterschied geben.

„Genau so, wie mich die Menschen aus meinen Livestreams kennen, bin ich auch im echten Leben. Authentizität ist mir wichtig. Ich möchte niemanden spielen, sondern einfach ich selbst sein.“

Diese Haltung ist ein wichtiger Bestandteil seines Formats.

Olli tritt nicht als distanzierter Moderator auf, der lediglich Namen ansagt und Songs abspielt. Er hört gemeinsam mit der Community zu, reagiert spontan und lässt auch ungeplante Momente zu.

Gerade Livestreams leben davon, dass nicht alles vorhersehbar ist. Technik funktioniert nicht immer so, wie sie soll. Reaktionen lassen sich nicht planen. Manchmal entstehen die besten Situationen genau dann, wenn etwas anders läuft als erwartet.

Für Olli gehören diese Augenblicke dazu.

Sie machen seine Streams lebendig und sorgen dafür, dass Ollis Plattenküche nicht wie eine fertig produzierte Sendung wirkt, sondern wie ein offener Treffpunkt für Menschen, die Musik lieben.

Berlin, Breakdance und die ersten Schritte ins Fernsehen

Musik begleitet Olli nicht erst seit dem Start seiner TikTok-Livestreams.

Er wurde in Berlin geboren und wuchs dort auf. Bereits in jungen Jahren entdeckte er die Hip-Hop-Kultur und vor allem den Breakdance für sich.

Dabei blieb es nicht bei einem Hobby im privaten Umfeld.

Olli gehörte nach eigener Aussage damals zu den jüngsten Breakdancern Berlins. Seine Leidenschaft führte ihn sogar vor die Fernsehkamera. Er trat unter anderem in der Harald Juhnke Show, bei Tele- Illustrierte und in einer Breakdance-Dokumentation auf.

Die Kultur der Achtzigerjahre prägte ihn nachhaltig.

Künstler wie Shannon, Soulsonic Force und Kurtis Blow gehören zu den Namen, die seine musikalische Entwicklung beeinflusst haben. Hinzu kommt der gesamte Spirit rund um Beat Street, der eine Generation von Tänzern, DJs und Hip-Hop-Fans begeisterte.

Seine musikalischen Wurzeln liegen deshalb klar im Hip-Hop und im R&B. Trotzdem hat Olli seinen Geschmack nie auf diese Richtungen begrenzt.

Er ist offen für unterschiedliche Genres und bewertet Musik nicht danach, in welche Schublade sie passt. Entscheidend ist für ihn, welches Gefühl ein Song vermittelt.

Wenn Musik auch zum Beruf gehört

Die Verbindung aus Musik, Technik und Medien begleitet Olli ebenso in seinem Berufsleben.

Er arbeitet als Tontechniker, ist selbstständig im Bereich digitales Marketing tätig und produziert als Content Creator eigene Inhalte.

Damit treffen bei ihm mehrere Bereiche aufeinander, die auch für Ollis Plattenküche eine wichtige Rolle spielen.

Als Tontechniker kennt er die technischen Seiten einer Produktion. Durch seine Arbeit im digitalen Marketing weiß er, wie Inhalte präsentiert und Menschen über soziale Netzwerke erreicht werden können. Als Content Creator kennt er wiederum die Anforderungen regelmäßiger Veröffentlichungen und langer Livestreams.

Trotzdem möchte Olli die Musik nicht nur technisch betrachten.

Ein Titel muss für ihn nicht fehlerfrei oder bis ins letzte Detail ausgearbeitet sein, um etwas auszulösen. Emotionen, Ideen und die Geschichte hinter einem Song haben für ihn einen höheren Stellenwert als makellose Perfektion.

„Musik ist etwas sehr Persönliches und Geschmäcker sind verschieden. Für mich zählen Emotionen und die Geschichte hinter einem Song deutlich mehr als technische Perfektion.“

Die ungeplante Entstehung von Ollis Plattenküche

Der Weg von Marketingthemen zur Musik begann durch die Menschen in seinen Livestreams.

Ursprünglich sprach Olli auf TikTok vor allem über Marketing. Doch mit der Zeit brachten Zuschauer immer häufiger eigene KI-Songs mit.

Die Titel wurden gemeinsam angehört und besprochen. Immer mehr Künstler kamen hinzu, weitere Songs wurden eingereicht und die Musik nahm innerhalb der Streams zunehmend Raum ein.

Der Name Ollis Plattenküche war zu diesem Zeitpunkt keineswegs als Marke geplant.

Er entstand aus einem Scherz von Studio S, beziehungsweise Ingo, und blieb schließlich hängen.

Aus dem zunächst lockeren Begriff entwickelte sich nach und nach der feste Name für ein Format, das seinen ursprünglichen Schwerpunkt vollständig verändert hatte.

Die spontane Entstehung passt zu dem Charakter der Plattenküche. Sie wurde nicht künstlich konstruiert, sondern entwickelte sich durch die Beteiligung der Community.

Eine Bühne für Menschen hinter KI-Musik

Ein wichtiger Antrieb war für Olli, vor allem KI-Künstlern einen Platz für ihre Musik zu geben.

Als die ersten Songs in seinen Streams auftauchten, gab es nur wenige Formate, in denen solche Produktionen vorgestellt wurden. Viele Menschen arbeiteten bereits kreativ mit neuen Werkzeugen, wurden jedoch häufig allein auf die verwendete Technologie reduziert.

Olli wollte zeigen, dass auch hinter KI-unterstützter Musik Menschen stehen.

Menschen mit Ideen, Erlebnissen, Emotionen und einer eigenen Vorstellung davon, was ein Song ausdrücken soll.

„KI ist für mich ein Werkzeug. Die eigentliche Kreativität kommt immer noch vom Menschen.“

Für ihn ist die Technik nicht der Künstler.

Sie kann helfen, musikalische Vorstellungen umzusetzen, neue Klänge auszuprobieren oder Menschen überhaupt erst Zugang zur Musikproduktion zu ermöglichen. Die Richtung, Aussage und Auswahl entstehen jedoch weiterhin durch denjenigen, der das Werkzeug bedient.

Diese Haltung bestimmt auch den Umgang mit den Titeln in seinen Streams.

Es geht nicht darum, ob jemand mit einer klassischen Band, einer Digital Audio Workstation oder einem KI-System gearbeitet hat. Im Mittelpunkt steht, was aus der Idee geworden ist und ob der Song etwas vermittelt.

Fast jeden Abend mehrere Stunden live

Hinter einem lockeren Livestream steckt bei Olli ein erheblicher zeitlicher Aufwand.

Die Sendungen laufen beinahe jeden Abend über mehrere Stunden. Dazu kommen die Vorbereitung der Playlists, das Sortieren neuer Einsendungen, die Organisation der Community und zahlreiche Gespräche im Hintergrund.

Viele Künstler schicken ihre Songs direkt über TikTok oder über andere Wege. Neue Musik erreicht Olli nach eigener Aussage jeden Tag.

Natürlich kann nicht jeder Titel unmittelbar angehört werden.

Deshalb gibt es einen festen Ablauf. Die Songs werden in Playlists einsortiert, damit jeder dieselbe Möglichkeit erhält, im Stream gespielt zu werden.

Feste Genregrenzen existieren dabei nicht.

In der Plattenküche kann Hip-Hop auf Pop treffen, elektronische Musik auf Rock und ein ruhiger Song auf eine schnelle Dance-Produktion. Für Olli ist diese Vielfalt kein Problem, sondern ein wesentlicher Teil des Formats.

Ein typischer Abend beginnt damit, dass nach und nach Zuschauer und Künstler in den Stream kommen. Gemeinsam werden die Titel aus den Playlists gehört, Hintergründe zu den Beteiligten geteilt und spontane Reaktionen ausgetauscht.

Jeder Abend entwickelt dadurch seinen eigenen Verlauf.

Das Songroulette sorgt für Überraschungen

Ein besonderer Bestandteil der Livestreams ist das Songroulette.

Dabei werden Songs zufällig ausgewählt, ohne dass vorher bekannt ist, welcher Titel als Nächstes läuft.

Niemand weiß genau, was kommt.

Das sorgt für Überraschungen, spontane Reaktionen und gelegentlich auch für Momente, die sich nicht wiederholen lassen.

Gerade darin liegt für Olli ein besonderer Reiz des Livestreamings.

Nicht jede Situation kann geplant werden. Nicht jede technische Panne muss versteckt werden. Manchmal entsteht Unterhaltung genau aus dem Unvorhergesehenen.

„Oft entstehen die schönsten Momente ganz spontan. Natürlich läuft technisch auch nicht immer alles perfekt, aber genau diese echten und ungeplanten Situationen machen Livestreams für mich so besonders.“

Entwicklung ist spannender als Perfektion

Olli möchte Künstler nicht nur in einem einzelnen Moment beurteilen.

Besonders interessant findet er ihre Entwicklung über einen längeren Zeitraum.

Viele Menschen beginnen mit einfachen Produktionen, probieren verschiedene Stile aus, lernen neue Möglichkeiten kennen und entwickeln nach und nach eine eigene musikalische Handschrift.

Für Olli muss deshalb nicht jeder erste Song bereits wie eine aufwendig produzierte Veröffentlichung eines großen Studios klingen.

Entscheidend ist, dass hinter der Musik eine erkennbare Idee und ehrliche Begeisterung stehen.

Er hebt keinen einzelnen Künstler hervor, der ihn besonders überrascht habe. Viel spannender sei es, die Fortschritte vieler verschiedener Menschen zu beobachten.

Die Plattenküche wird dadurch nicht nur zu einem Ort, an dem fertige Songs präsentiert werden.

Sie dokumentiert gleichzeitig, wie Künstler wachsen, experimentieren und voneinander lernen.

KI wird bleiben

Olli steht der Entwicklung künstlicher Intelligenz in der Musik grundsätzlich positiv gegenüber.

Für ihn ist klar, dass diese Werkzeuge nicht wieder verschwinden werden. Auch Produzenten, die bisher auf klassische Arbeitsweisen gesetzt haben, integrieren zunehmend KI-Funktionen in ihre Abläufe.

Noch seien Unterschiede teilweise hörbar.

KI-Songs klingen häufig bereits in einer frühen Version sehr sauber gemischt und gemastert. Gleichzeitig falle manchmal auf, wenn mit sehr einfachen Eingaben gearbeitet wurde und eine Produktion kaum individuell weiterentwickelt worden sei.

Auf der anderen Seite gebe es bereits Titel, bei denen sich kaum noch erkennen lasse, auf welchem Weg sie entstanden sind.

Für Olli verliert deshalb die Frage, ob KI verwendet wurde, zunehmend an Bedeutung.

Wichtiger ist, was der Mensch mit den vorhandenen Möglichkeiten macht.

Neue Chancen und ein voller werdender Musikmarkt

Die größte Chance sieht Olli darin, dass mehr Menschen ihre musikalischen Vorstellungen verwirklichen können.

Nicht jeder kann ein Instrument spielen, ein Studio bezahlen oder jahrelang Musiktheorie lernen. Neue Werkzeuge senken diese Einstiegshürden und ermöglichen auch Menschen ohne klassischen Hintergrund, eigene Songs entstehen zu lassen.

Gleichzeitig erkennt Olli ein naheliegendes Risiko.

Je einfacher Musik produziert und veröffentlicht werden kann, desto größer wird die Menge neuer Titel. Der Markt wird voller und es wird schwieriger, mit einem einzelnen Song Aufmerksamkeit zu erhalten.

Für ihn ist diese Entwicklung jedoch nicht völlig neu.

Auch Streaming Plattformen haben dafür gesorgt, dass heute wesentlich mehr Musik verfügbar ist als früher. Trotzdem finden Menschen weiterhin die Künstler und Songs, die sie persönlich ansprechen.

„Am Ende entscheidet das Publikum immer. "Gute und authentische Musik wird ihren Platz finden.“

Die Community als Herzstück

Was zunächst als Ergänzung zu seinen Streams begann, entwickelte sich zu einer Gemeinschaft, mit deren Größe und Dynamik Olli selbst nicht gerechnet hatte.

Künstler lernen sich in der Plattenküche kennen, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig. Aus ersten Kontakten entstehen gemeinsame Songs, neue Projekte und teilweise echte Freundschaften.

„Ich habe natürlich gehofft, dass sich eine Community entwickelt, aber niemals in dieser Form erwartet. Heute ist genau diese Gemeinschaft das Herzstück von Ollis Plattenküche. "Und ganz ehrlich, sonst müsste ich wahrscheinlich den ganzen Abend nur meine eigenen Songs spielen.“

Hinter diesem augenzwinkernden Satz steckt eine klare Wertschätzung.

Olli betrachtet die Menschen nicht nur als Zuschauerzahl. Der direkte Austausch ist für ihn ein wesentlicher Teil des Formats.

Durch seine Selbstständigkeit kann er nicht immer so schnell und ausführlich antworten, wie er es sich selbst wünschen würde. Trotzdem versucht er, ansprechbar zu bleiben und sich Zeit für die Anliegen der Community zu nehmen.

Viele Verbindungen reichen inzwischen deutlich über die Livestreams hinaus.

Dass aus digitalen Begegnungen reale Freundschaften und kreative Kooperationen entstanden sind, zeigt für Olli, wie stark Musik Menschen miteinander verbinden kann.

Eine Community darf auch unterschiedliche Meinungen haben

Wo viele Menschen zusammenkommen, bleiben Meinungsverschiedenheiten nicht aus.

Auch in Ollis Plattenküche gibt es schwierige Tage, Diskussionen und Situationen, in denen nicht alle derselben Meinung sind.

Für Olli ist das jedoch kein Grund, alles infrage zu stellen.

Er vergleicht eine Community mit einer Familie. Auch dort läuft nicht immer alles harmonisch. Entscheidend ist, wie Menschen mit Konflikten umgehen und ob die positiven Erfahrungen weiterhin überwiegen.

Ernsthaft ans Aufhören habe er deshalb nie gedacht.

Die Freude an der Musik, das Entdecken neuer Künstler und die Verbindung innerhalb der Community sind für ihn wesentlich stärker als einzelne schwierige Momente.

Nach Rückschlägen wieder aufstehen

Besonders stolz ist Olli darauf, dass er in seinem Leben nie dauerhaft aufgegeben hat.

Rückschläge gehören für ihn zum privaten, beruflichen und musikalischen Weg.

Wichtig ist nicht, dass alles ohne Probleme funktioniert.

Wichtig ist, danach wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Diese Haltung spiegelt sich auch in den Songs wider, die sein Leben für ihn besonders gut beschreiben.

Zum einen nennt er „Eye of the Tiger“ von Survivor.

Zum anderen „Lose Yourself“ von Eminem.

Beide Titel stehen für Durchhaltevermögen, Mut, Konzentration und den Glauben an die eigene Möglichkeit, etwas zu verändern.

Damit passen sie nicht nur zu seinem persönlichen Weg, sondern auch zu der Botschaft, die er anderen Künstlern vermitteln möchte.

Musik zuerst für sich selbst machen

Jungen Künstlern empfiehlt Olli, sich nicht zu stark von schnellen Erfolgen oder fremden Meinungen abhängig zu machen.

Musik sollte zunächst aus der eigenen Begeisterung entstehen.

Nicht jeder Song wird sofort ein großes Publikum erreichen. Nicht jede Veröffentlichung erhält die gewünschte Resonanz. Und gerade in sozialen Netzwerken gehören kritische oder abwertende Kommentare zum Alltag vieler Kreativer.

Olli rät dazu, sich davon nicht die Freude nehmen zu lassen.

„Bleibt dran und macht Musik in erster Linie für euch selbst. Lasst euch nicht entmutigen und habt Spaß an dem, was ihr macht. Erfolg kommt oft später. Leidenschaft und Authentizität kann euch aber niemand nehmen. Und habt keine Angst vor KI. Nutzt sie als Werkzeug und nicht als Ersatz für eure Kreativität.“

Diese Haltung fasst vieles zusammen, wofür auch seine Plattenküche steht.

Es geht nicht darum, dass jeder Künstler sofort perfekt ist.

Es geht darum, überhaupt anzufangen, sich weiterzuentwickeln und der eigenen Idee treu zu bleiben.

Mehr als nur Musik abspielen

Olli arbeitet nicht ausschließlich an seinen Livestreams.

Im Hintergrund entstehen regelmäßig neue Ideen und Projekte, über die er teilweise noch nicht öffentlich sprechen möchte.

Ein Angebot hat er jedoch bereits umgesetzt.

Mit einem kostenlosen Online-Mastering-Tool möchte er Künstlern eine Möglichkeit geben, ihre Songs technisch weiterzubearbeiten, ohne direkt in kostenpflichtige Lösungen investieren zu müssen.

Auch dieses Projekt passt zu seiner grundsätzlichen Ausrichtung.

Er möchte Menschen nicht nur vorstellen, sondern ihnen Werkzeuge und Möglichkeiten anbieten, mit denen sie selbst weiterarbeiten können.

Die Verbindung aus Tontechnik, Marketingwissen und Community-Arbeit wird dadurch immer deutlicher.

Der Traum von einer größeren Musikshow

Für die Zukunft hat Olli konkrete Vorstellungen.

Aus der Plattenküche könnte langfristig eine größere Musikshow werden.

Er denkt an ein professionelles Studio, Künstler vor Ort, Interviews und weiterhin an direkte Livestreams mit der Community.

Zusätzlich möchte er das Format auf weitere Plattformen ausbauen. Neben TikTok spielen dabei vor allem Twitch und YouTube eine Rolle.

In zwei oder drei Jahren soll Ollis Plattenküche nach seiner Vorstellung größer, besser und, wie er selbst sagt, möglichst noch cooler sein.

Bei allem Wachstum möchte er jedoch den familiären Charakter bewahren.

Mehr Reichweite soll nicht dazu führen, dass die Nähe zu den Menschen verloren geht. Neue Künstler sollen weiterhin ihren Platz finden und nicht das Gefühl bekommen, nur ein weiterer Titel in einer endlosen Liste zu sein.

Leidenschaft als gemeinsamer Nenner

Ollis persönlicher Musikgeschmack ist breit, seine Wurzeln bleiben jedoch deutlich erkennbar.

Hip-Hop, Breakdance und R&B haben ihn geprägt. Trotzdem entscheidet für ihn nicht die Stilrichtung darüber, ob ein Song gut ist.

Der gemeinsame Nenner ist Leidenschaft.

„Musik ist für mich pure Leidenschaft. Sie verbindet Menschen, erzählt Geschichten und begleitet mich seit meinem ersten Atemzug.“

In diesem Satz steckt nicht nur seine Beziehung zur Musik.

Er beschreibt ebenso, was Ollis Plattenküche geworden ist.

Ein Ort, an dem Songs nicht einfach abgespielt werden, sondern Menschen miteinander in Kontakt bringen.

Ein Ort, an dem neue Künstler sichtbar werden können.

Und ein Ort, an dem Technik zwar eine Rolle spielt, der Mensch jedoch im Mittelpunkt bleiben soll.

Der Mensch hinter Ollis Plattenküche

Olli möchte nicht als jemand wahrgenommen werden, der sich über andere stellt oder für seine Streams eine künstliche Rolle entwickelt hat.

Seine eigene Beschreibung ist deutlich einfacher.

„Wenn die Leser nach diesem Interview nur eine Sache über mich mitnehmen, dann hoffe ich, dass sie erkennen: Hinter Ollis Plattenküche steckt einfach ein Mensch, der Musik liebt, andere unterstützen möchte und sich dabei nie verstellt.“

Genau diese Aussage erklärt, warum sich das Format von seinen ursprünglichen Marketing-Livestreams so weit entwickeln konnte.

Die Plattenküche entstand nicht aus einem fertigen Konzept.

Sie wuchs aus gemeinsamer Begeisterung.

Und sie lebt bis heute davon, dass Menschen ihre Musik mitbringen, zuhören, reagieren und miteinander neue Ideen entwickeln.

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