Jahrelang lautete die Forderung an KI-Unternehmen: erst fragen, dann lizenzieren, dann bezahlen. ElevenLabs hat mit Merlin und Kobalt ein Modell aufgebaut, das genau diese Prinzipien aufgreift. Doch ein neuer Bericht von STVDIO und Secretly Distribution zeigt, wie schwierig der vermeintlich einfache Mittelweg tatsächlich ist. Während bei Secretly nur drei von mehr als 100 Labelpartnern am angebotenen Lizenzmodell teilnahmen, soll Udio nach seinem radikalen Umbau mehr als 60 Prozent seiner Website-Besucher verloren haben.
Die Trump-Administration hat sich erstmals direkt in einen der großen Copyright-Prozesse um generative KI eingeschaltet. Das US-Justizministerium argumentiert, dass die Verwendung urheberrechtlich geschützter Texte für das eigentliche Training großer KI-Modelle grundsätzlich als Fair Use behandelt werden sollte. Für die Musikbranche ist das brisant, denn genau diese Frage steht auch hinter Verfahren gegen Suno, Anthropic und Udio, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Washington verteidigt weder die Herkunft der Trainingsdaten noch problematische Outputs.
Zwei Sekunden aus Kraftwerks „Metall auf Metall“ haben fast drei Jahrzehnte deutsche und europäische Gerichte beschäftigt. Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass Moses Pelhams konkrete Nutzung für den Zeitraum seit Juni 2021 unter die Pastiche-Schranke fallen kann. Das Urteil ist ein wichtiger Schritt für Sampling, Remix und moderne Musikkultur, aber kein Freifahrtschein zum Kopieren fremder Aufnahmen.
Musixmatch hat am 2. September 2026 Pro for Labels gestartet. Die Plattform soll Record Labels dabei helfen, Lyrics nicht nur zu verwalten, sondern als strategisches Werkzeug für Fan-Bindung und Einnahmen zu nutzen. Über 1.000 Labels arbeiten bereits mit dem Unternehmen.
Kanadas größte Musikrechte-Organisation SOCAN zieht gegen Suno vor Gericht. Als Beweismaterial dienen 150 öffentlich zugängliche KI-Outputs, die nach Darstellung der Organisation geschützte Kompositionen aus ihrem Repertoire weitgehend oder vollständig reproduzieren sollen. Die Klage führt damit über den bisherigen Streit um Trainingsdaten hinaus und trifft Suno an einem entscheidenden Punkt: der Doppelrolle als Generator und Plattform.
100 Prozent Royalties, Distribution zu anderen Streamingdiensten, Fan-Powered Royalties, Spotlight, Analytics und ein eigenes Empfehlungssystem: SoundCloud will längst mehr sein als die Plattform für Demos, Remixe und erste Uploads. Gleichzeitig kursieren immer mehr Anleitungen dazu, wie Künstler ihre Profile für maximale Discovery optimieren sollen. WILD DEEP DIVE hat geprüft, was SoundCloud selbst tatsächlich bestätigt, welche Tipps von Distributoren stammen und wo aus belegbaren Funktionen plötzlich vermeintliche Algorithmusregeln werden.